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Lauda: „Klien muss fahren, fahren, fahren...!“

Der Ex-Weltmeister über das Handicap des Christian Klien, das „schwachsinnige Qualifying“ und den „am Jahresende billig zu habenden Jaguar-Krempel“...

Niki Lauda erhielt im Rahmen des Grand Prix von Malaysia einen Preis verliehen. Und zwar jenen für den „Einzigen Menschen Im Fahrerlager Von Sepang, Der Einen Pullover Trägt“. Der Preis war natürlich Jux, und wurde vom ORF-Interviewer Brunner an den Dreifachweltmeister und TV-Analytiker verliehen.

Lauda hatte in Sepang aber nicht nur einen Pullover, sondern auch eine Meinung – und zwar zu dem neuen Qualifyingmodus. Der APA gegenüber sagte er: „Das ist der totale Schwachsinn. Da schaut bald keiner mehr zu. Das muss geändert werden.“

Was Lauda meint, ist der quälend lange und aufgrund seiner Bedeutungslosigkeit langweilige erste Durchgang der Qualifikation. Zu der ersten Änderung, den ersten Einzelzeitlauf eine Stunde früher abhalten zu wollen, sagt Lauda: „Das hilft nicht wirklich weiter. Man sollte zumindest wieder zum alten Format zurückkehren.“

In einem vor dem Rennen geführten Interview mit der Kleinen Zeitung erläuterte der Österreicher, warum er Christian Klien als „armen Hund“ bezeichnete: „Das war nur darauf bezogen, dass man dem Christian die Trainings auf ein paar Runden limitiert hat. Das kann ich doch nicht machen mit einem, der die Strecken noch nicht kennt.“

Dass man aufgrund der neuen Motorenregel die Aggregate schonen muss, dafür hat Lauda kein Verständnis: „Na und? Notfalls zerfetzt es einen Motor und Klien startet halt aus der letzten Reihe. Aber er kann fahren, fahren, fahren...“

In Malaysia habe Klien etwas mehr üben können, sagte Lauda. Dass es Klien neben dem großen Mark Webber schwer hat, sieht auch Lauda nicht anders, die im Qualifying gezeigte Leistung des Australiers war außergewöhnlich : „Natürlich. Ein unglaubliche Zeit, eine Superleistung vom Webber. Deshalb schaute Klien hier "älter" aus als normal. Aber das ist halt so. Er fährt ja erst sein zweites Rennen. Dass der Webber sauschnell ist, das ist inzwischen ja bekannt. Und dass der Druck für Klien dadurch eher größer ist, auch.“

Lauda verrät dem Kollegen der Kleinen Zeitung auch, dass er „mit dem Didi“, dem Red Bull-Chef Mateschitz, gesprochen habe. Von einem in Melbourne wieder im Fahrerlager kolportierten Kauf des Jaguar-Rennstalls habe Lauda abgeraten: „Ich habe ihm gesagt, Finger weg. Denn wenn es bei Jaguar so weiterläuft, wie ich das vermute, wird der ganze Krempel mit Jahresende billig zu haben sein. In Malaysia war der Jaguar-Krempel allerdings überraschend gut und schnell. Aber warten wir ein paar Rennen ab. Und warten wir, wie viele sie davon durchkommen. Denn der Speed ist zwar gut, aber mit dem Motor gibt's massive Probleme.“

Vor dem Rennen bezeichnete Niki Lauda gegenüber dem Kicker den Grad Prix von Malaysia als „Schlüsselrennen, der wichtigste Grand Prix im ersten Saisondrittel.“ Am heutigen Sonntag werde man „die Wahrheit wissen“. Nun – das Rennen ist gelaufen, die Wahrheit ist: Michael Schumacher zieht einsam seine Führungsrunden und eilt in der WM in Richtung Titel Nr.7...

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