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Red Bull: Wer wird Coulthards Teamkollege?

David Coulthard, Christian Klien und Vitantonio Liuzzi: So lautet die Red-Bull-Fahrerpaarung für 2005. Doch es kann nur zwei geben...

"Es ist toll, was für eine Motorsporttradition ein so kleines Land wie Österreich hat", sagte Gerhard Berger, der letzte Grand-Prix-Sieger aus der Alpenrepublik, angesichts des österreichisch-britischen Rennstalls Red Bull Racing.

Doch ob Österreich im Jahr 2005 neben einem Rennstall auch mit einem Rennfahrer vertreten sein wird, steht auch wenige Wochen vor Saisonbeginn noch nicht fest. "Ich habe jedenfalls Dr. Helmut Marko gefragt, ob ich einen Flug nach Melbourne buchen soll", verriet Christian Klien gegenüber der Motorsport aktuell. "Er hat zu mir gesagt: Abwarten, Bua...die Entscheidung fällt nach dem letzten Test."

Die Entscheidung für David Coulthard hält der eingangs erwähnte Gerhard Berger hingegen für "richtig". "Ein erfahrener Mann, der von der Persönlichkeit her zu Red Bull passt", urteilt der Tiroler über den Schotten. "Ich glaube, man kann ihn als stabile Größe sehen, auch wenn er nicht mehr der spritzige Junge ist, als den man ihn kannte, sondern eher ein älterer Herr. Aber fürs erste Jahr kann er ins Team einiges einbringen."

Und was bringt Coulthard ins Team mit ein? "Er ist ein lässiger Typ, in der Art ähnlich wie Mark Webber", schildert Klien seinen Teampartner. "David ist seit 1994 in der Formel 1, der steigt in ein Auto und kann den Ingenieuren sofort klarmachen, was gut und schlecht ist. Das kann ich noch nicht und der Liuzzi auch nicht, und selbst ein Mark Webber ist bisher nur Minardi und Jaguar gefahren, David hingegen fuhr immer für Topteams, zwei Jahre für Williams und neun Jahre für McLaren-Mercedes. So etwas färbt ab."

Im Gegensatz zum zweiten Cockpit-Anwärter bei den Dunkelblauen, dem Italiener Tonio Liuzzi, dürfte Klien aufgrund seiner einjährigen Grand-Prix-Erfahrung aus dem letzten Jahr nicht an den freien Freitagstrainings teilnehmen. Für Klien lässt dies nur einen logischen Schluss zu: "Da ich an den Rennwochenenden keine Freitags-Tests fahren darf, Liuzzi jedoch schon, wäre es sinnvoll, wenn ich die Saison starte..."

Angst davor, dass Neu-Teamchef Christian Horner seinen Ex-F3000-Schützling Liuzzi bevorzugen könnte, hat der Vorarlberger nicht. "Ich glaube nicht, dass Horner auf Liuzzis Seite stehen wird. Wer zum Zug kommt, entscheidet keiner von uns, sondern allein Red Bull."

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