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Stuck: "Ein total unnötiges Foul"

Nach der Kollision zwischen Michael Schumacher und Heidfeld sprechen die Experten von einem Foul Schumis, Bruder Ralf sieht die Sache naturgemäß anders...

Die 42. Rennrunde des Auftaktrennens in Melbourne hatte es in sich: Ausgerechnet die beiden Deutschen Michael Schumacher und Nick Heidfeld kollidieren und scheiden beide aus.

Für viele Experten eine glasklare Situation: "Michael hat Nick auflaufen lassen, ihn dann eingeengt. Absolut unnötig, das macht man nicht", kritisierte Christian Danner, dem Marc Surer zustimmte: "Schumacher hat sich nicht korrekt verhalten, hätte Nick Platz lassen müssen."

Die deftigsten Worte fand wie immer Hans-Joachim Stuck: "Schumacher hat sich zu einem total unnötigen Foul hinreißen lassen", so das Fazit des Ex-F1-Piloten. Die Rennkommissare werteten die Szene zwar anders, nämlich als "normalen Rennunfall". Stuck stellt sich deshalb die Frage: "Freunde, habt ihr keine gescheiten Brillen?"

"Für mich ist ganz klar: Der Weltmeister ist zu weit gegangen – Schumacher hat schuld." So konnte Schumacher laut Strietzel Stuck nicht "auf fairem Weg" verhindern, dass Nick ihn passiert, weswegen er "gefoult" habe. "Sein unbändiger Ehrgeiz hat aus Schumacher den Allergrößten gemacht. Aber dieser Ehrgeiz ist auch so grenzwertig, dass er manchmal übertreibt. Gestern hat Schumacher übertrieben und die Quittung bekommen."

Ralf Schumacher kann an dem Verhalten seines Bruders hingegen nichts Schlechtes ausmachen. "Er ist bis ans äußerste Limit gegangen", so der Toyota-Fahrer gegenüber Bild. "Das hätte jeder gute Rennfahrer in dieser Situation genauso gemacht. Wissen Sie, warum mein Bruder so erfolgreich ist? Weil er so ist, wie er ist: Knallhart zu sich selbst und zu seinen Gegnern. Aber bestimmt nicht unfair."

Als schlechten Verlierer sieht Ralf den siebenfachen Champion wegen seiner mehrstündigen PR-Blockade nach dem Unfall ebenfalls nicht. "Nein! Michael ist ein Fahrer, der keinen Zentimeter Asphalt freiwillig hergibt. Er geht in jeder Situation bis ans absolute Limit – aber bestimmt nicht um jeden Preis."

Denn "Michael würde nie ein unkalkulierbares Risiko eingehen und sich oder andere ernsthaft gefährden". Entsprechend hätte Ralf "genauso" reagiert. " Michael hat alles richtig gemacht. Übrigens: Ich glaube kaum, dass sich Heidfeld in der Situation anders verhalten hätte."

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