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Klien lehnt Champ Car-Cockpit ab:
"Sehe konkrete F1-Chance!"

Christian Klien hat sich entschieden und das Champ Car-Angebot von Red Bull abgelehnt. Anders als von Dr. Marko angedroht könnte RB weiterhin CK unterstützen.

Foto: GEPA/Red Bull Racing

Eigentlich wollte Christian Klien erst morgen mit Details zu seiner Zukunftsplanung an die Öffentlichkeit gehen, doch angesichts der jüngsten Entwicklungen brach der Österreicher sein Schweigen schon heute Abend in Monza.

Gegenüber unseren Kollegen vom ORF verkündete er in einem Interview, dass er auch 2007 in der Formel 1 an den Start gehen wird.

Noch hat der von Red Bull Racing entlassene Grand-Prix-Pilot keinen Vertrag in der Tasche, doch sein Nein zum Red-Bull-Vorschlag eines Wechsels in die ChampCar-Serie ist endgültig: "Die Vorgabe von Dr. Marko war, dass ich bis Samstag den ChampCar-Vertrag unterschreiben muss. Das kann ich morgen nicht tun, weil ich noch mehrere Optionen bei anderen Formel-1-Teams habe", erklärte Klien, der mit MF1 Racing und als Testfahrer mit Toyota in Verbindung gebracht wird.

"Andere F1-Teams sind interessiert..."

Die Entscheidung für die Formel 1 sei eine ganz natürliche, betonte er weiter: "Seit vier Wochen steht fest, dass ich nicht bei Red Bull Racing weiterfahre. Also haben wir angefangen, Gespräche mit anderen Teams zu führen. Ich habe recht positive Resonanz bekommen, dass andere Teams interessiert sind. Das kann ich aber nicht von heute auf morgen entscheiden, darum brauche ich die Zeit, um weitere Gespräche zu führen", so der 23-Jährige.

Bewusstes Risiko

Durchaus bewusst ist ihm, dass Red Bulls ChampCar-Angebot eine sichere Sache gewesen wäre, während er nun Gefahr laufen könnte, am Ende mit leeren Händen dazustehen. Dieses Risiko will Klien aber auf sich nehmen: "Ein Risiko ist sicher da im Motorsport, man muss immer ein bisschen pokern. Ich sehe aber wirklich eine konkrete Möglichkeit, weiterhin in der Formel 1 zu fahren. Darum gehen wir diesen Weg", hielt er fest.

Gespräch mit Mateschitz

Entgegen der Ankündigung von Helmut Marko müsse dies übrigens nicht automatisch das Ende seiner Partnerschaft mit Red Bull bedeuten: "Ich habe Herrn Mateschitz heute am Telefon gesagt, dass ich diese Linie in der Formel 1 versuchen möchte. Wir werden am Sonntag noch einmal sprechen und versuchen, weiterhin eine Zusammenarbeit zu ermöglichen", sagte Klien, dessen Red-Bull-Fördervertrag eigentlich noch bis 2008 läuft.

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