MOTORSPORT

  • Motorline auf Facebook
  • Motorline auf Twitter

"Es ist schwer zu verstehen..."

Auch der große F1-Zampano Bernie Ecclestone tut sich schwer damit, die jüngste FIA-Entscheidung zu verstehen, diese sei vielmehr eine Schande...

Formel-1-Boss Bernie Ecclestone gibt selten längere Interviews, doch wenn er es tut, hält der Brite immer ein paar interessante Antworten parat, so auch in einem Interview mit dem Pay-TV-Sender Premiere.

So will der 75-Jährige wissen, dass sich Michael Schumacher für den Rücktritt entschieden hat: "Er tut das, was er in seinen Gedanken hat. Er ist immer noch konkurrenzfähig, aber er hat sich wahrscheinlich schon entschieden zurückzutreten. Es muss eine sehr schwere Entscheidung für ihn gewesen sein, das zu tun." Eine Aussage, die der Ferrari-Pilot übrigens am Freitag dementierte: "Wenn ich es nicht weiß, wie will er es dann wissen?"

Besser informiert dürfte Ecclestone im Fall der Schwingungstilger sein, deren Verbot vergangene Woche vom Berufungsgericht bestätigt wurde: "Es ist schwer zu verstehen. Renault hat das System im vergangenen Jahr benutzt und in diesem Jahr auch, wie auch viele andere Teams. Und plötzlich hat McLaren Protest eingelegt und dem wurde stattgegeben. Es ist eigentlich eine Schande, dass so eine Entscheidung in der Mitte der Saison getroffen wird. Die FIA hätte es, wenn es illegal ist, nach der letzten Saison stoppen müssen."

In Bezug auf seine Karriere hat der mächtigste Mann der Formel 1 noch keine Entscheidung getroffen beziehungsweise diese nicht geändert, denn schon vor einigen Jahren hatte "Mr. E" gemeint, dass man ihn eines Tages im Sarg aus dem Fahrerlager tragen wird: "Mir macht das Ganze noch sehr viel Spaß. Aus keinem anderen Grund mache ich das. Ich habe mir kein Datum gesetzt. Eines Tages, wenn ich glaube, der Job ist gemacht, dann werde ich vielleicht zurücktreten."

Gerüchte, wonach Renault-Teamchef Flavio Briatore seine Nachfolge antreten könnte, verweist Ecclestone in das Land der Fabeln: "Ich glaube nicht, dass er passen würde. Und zwar aus zwei Gründen. Zum einen, weil ich glaube, dass Flavio nicht das tun möchte, was ich mache. Und zweitens wird die Formel 1 nach meinem Rücktritt wahrscheinlich anders strukturiert. Die Verantwortung wird auf mehreren Schultern verteilt."

Was wird passieren, wenn Michael Schumacher Ende der Saison zurücktritt? "Wir müssen immer wieder neue Leute da rein bringen. Auch die Formel 1 wird nach einem Karriereende von Michael weitergehen."

Und zwar mit vielen deutschen Fahrern im Feld. Was ist das Erfolgsgeheimnis der Deutschen in der Formel 1? "Es ist einfach. Wenn du einen Champion wie Michael hast, dann wollen die Anderen auch so sein. Seine Erfolge motivieren die Anderen einfach."

News aus anderen Motorline-Channels:

Weitere Artikel:

Was sich jetzt ändern soll

FIA eröffnet neue F1-Kommandozentrale

Kann künstliche Intelligenz für einheitlichere Entscheidungen in der Formel 1 sorgen? Die FIA setzt auf ein neues Kontrollzentrum mit moderner Technik

F1 hält an Katar und Abu Dhabi fest

Jetzt droht der Super-GAU

Die Situation im Nahen Osten ist weiterhin mehr als fragil - Im schlimmsten Fall für die Formel 1 gewinnt Kimi Antonelli den WM-Titel 2026 auf der heimischen Couch

Offiziell: F1 in Ruanda

Ruanda-Deal - ohne konkreten Zeitpunkt

Die Rückkehr der Formel 1 nach Afrika ist offiziell beschlossen - Die Königsklasse wird in den kommenden Jahren in Ruanda fahren, sobald es dort eine Strecke gibt

"Nicht erlaubt, nicht ermöglicht"

Wurde BMW um seine Titelchance gebracht?

Marco Wittmann fühlt sich um seine DTM-Titelchance gebracht und ärgert sich über die BoP: Hätte man den BMW nach dem Samstag besser einstufen müssen?