MOTORSPORT

  • Motorline auf Facebook
  • Motorline auf Twitter

"Habe das Gefühl, all meine Ziele erreicht zu haben..."

"Ich kehre nächstes Jahr nicht mehr in die Formel 1 zurück", soll Briatore laut Bild-Zeitung der Zeitschrift Hello! gesagt haben.

Schon seit Wochen verhandelt Renault-Teampräsident Alain Dassas mit Teamchef Flavio Briatore um eine Vertragsverlängerung um weitere zwei Jahre. Ursprünglich hätte die Entscheidung in Hockenheim bekannt gegeben werden sollen, doch bis heute wurde die Öffentlichkeit von den Franzosen nicht informiert.

Dies nährte naturgemäß Spekulationen, wonach sich der Weltmeistermacher aus der Formel 1 zurückziehen könnte, schließlich hatte er sich erst vor einigen Wochen einer Krebsoperation unterziehen müssen. Der Italiener hat diese zwar gut überstanden, doch setzte bei ihm dadurch offenbar ein Umdenken ein, was seine Lebensgestaltung angeht - und ein so forderndes Business wie die Königsklasse des Motorsports scheint darin keinen Platz mehr zu haben.

"Ich komme nächstes Jahr nicht wieder zurück in die Formel 1", wird Briatore von der 'Bild'-Zeitung zitiert, die sich ihrerseits auf die britische Illustrierte 'Hello!' beruft. "Das ganze Jahr unterwegs zu sein, ist ermüdend. Außerdem habe ich das Gefühl, all meine Ziele erreicht zu haben. Meine Prioritäten haben sich verändert. Ich möchte nicht mehr jedem Deal hinterherhetzen, stattdessen einfach mehr Lebensqualität genießen."

Zu seiner Krebsoperation sagte er: "Ich muss mich bei Gott bedanken, dass ich so ein Schwein gehabt habe. Hätte ich die Routineuntersuchung nicht gemacht, wäre ich bald Geschichte gewesen. Ich werde mein Leben ändern", so der 56-Jährige, der nun auch sein Herz "ein wenig mehr" öffnen und unter Umständen sogar seine Lebensgefährtin Elisabetta Gregoraci heiraten will: "Elisabetta hat einen sehr hohen Stellenwert in meinem neuen Leben. Sie ist fantastisch."

Offiziell ist Briatores Entscheidung freilich noch nicht, auch wenn man sich in Szenekreisen durchaus vorstellen kann, dass er die Formel 1 Formel 1 sein lassen wird - schließlich kann er 2007 eigentlich nichts mehr gewinnen: Wunderkind Fernando Alonso verlässt Renault in Richtung McLaren-Mercedes, Giancarlo Fisichella und Heikki Kovalainen gelten nicht unbedingt als ernsthafte Titelanwärter. Nach möglichen zwei WM-Kronen en suite wäre aber alles andere eine Niederlage.

Fakt ist, dass sich Renault sehr um einen Weiterverbleib des charismatischen Teamchefs bemüht, schließlich hat sich der französische Automobilhersteller gerade erst bis 2012 dem Grand-Prix-Sport gegenüber verpflichtet. Konkret liegt Briatore ein Zweijahresvertrag vor, den er nur noch unterschreiben müsste - worauf Dassas, der allzu kurzfristig wohl keinen probaten Manager als Nachfolger aus dem Hut zaubern könnte, stark hofft...

News aus anderen Motorline-Channels:

Weitere Artikel:

Kurioses Finale in Monaco

Antonelli gewinnt nach Rennabbruch!

Gebrochener Asphalt, Zeitstrafen und Ausfälle von Verstappen und Leclerc, aber Kimi Antonelli lässt sich von all dem nicht aus der Ruhe bringen

24h Nürburgring, Spa, Zandvoort

Das irre Wochen-Triple für viele DTM-Stars

Zwei Drittel der DTM-Piloten mussten zuletzt eine Horrorwoche im Cockpit absolvieren - Auf dem Plan standen die 24h Nürburgring, Spa und Zandvoort

1. Training Monaco: Leclerc Schnellster

Hadjar sorgt für ersten heftigen Einschlag

Charles Leclerc zweimal in der Auslaufzone, Isack Hadjar spektakulär in der Leitplanke: Beim ersten Freien Training in Monaco wurde es turbulent

Tardozzi über Marquez' Ungarn-Coup

"Er überrascht uns immer noch"

Marc Marquez gewinnt in Ungarn und macht im Titelkampf Boden gut - Doch Davide Tardozzi warnt: Der Spanier sei noch weit von seiner Bestform entfernt

Das gibt eine Ermahnung von Toto Wolff: George Russell und Kimi Antonelli haben im Kanada-Sprint Erinnerungen an Rosberg vs. Hamilton wach werden lassen