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Organisatoren droht empfindliche Strafe

Nach dem Skandal bei der Siegerehrung des Grand Prix der Türkei könnte den Veranstaltern nun eine empfindliche Strafe ins Haus stehen.

Die Siegerehrung beim diesjährigen Grand Prix der Türkei hat für einen Eklat gesorgt: Der "Präsident" des türkischen Teils von Zypern, Mehmet Ali Talat, hatte die Trophäe an den Sieger Felipe Massa überreicht und damit heftige Diskussionen ausgelöst, denn nur die Türkei erkennt Nordzypern als einen eigenständigen Staat an. Durch die Einladung Talats zum Rennen in Istanbul haben die Veranstalter in den Augen der FIA ihre eigene politische Neutralität in Frage gestellt.

Dies könnte für die Rennstreckenbetreiber gravierende Folgen haben, denn bereits an diesem Dienstag will die oberste Motorsportbehörde darüber entscheiden, wie genau die Strafe gegen die Veranstalter – falls eine ausgesprochen wird – aussehen soll und ob die Türkei in Zukunft noch Grands Prix austragen darf. "Das Mindeste, was sie erwarten können, ist eine Geldstrafe von mehreren Millionen Dollar", wird ein anonymer Informant von Autosport zitiert.

Innerhalb der Formel 1 hofft man, dass die Rennstrecke noch einmal mit einem blauen Auge davonkommen wird: "Ich kann mir nicht vorstellen, dass der Kurs aus dem Kalender genommen wird", sagte etwa McLaren-Mercedes-Teamchef Ron Dennis. Er ergänzte, dass er es als drakonische Maßnahme empfinden würde, eine so gute Strecke zu streichen.

Frank Williams hofft ebenfalls darauf, dass der Grand Prix 2007 wie angekündigt stattfinden wird: "In der Türkei zu fahren steigert das Interesse und die Glaubwürdigkeit der Rennserie.", so der Brite. Nick Fry, Teamchef von Honda, unterstrich die wirtschaftliche Bedeutung des Kurses und wies darauf hin, dass man es sich nicht erlauben könne, die Türkei als Wachstumsmarkt zu verlieren: "Für die Herstellerfirmen und die Sponsoren wäre es vom kommerziellen Blickwinkel aus betrachtet ein herber Verlust. Offen gesagt wäre das alles andere als gut."

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