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Rosenkrieg zwischen Montoya und McLaren?

Der offiziell als einvernehmliche Trennung dargestellte Abgang von Montoya bei McLaren könnte sich hinter den Kulissen zum Rosenkrieg entwickeln.

Als Juan-Pablo Montoya am vergangenen Wochenende ohne Wissen des McLaren-Mercedes-Teams bekannt gab, 2007 NASCAR-Rennen zu fahren, war klar, dass sein Vertrag von den "Silberpfeilen" gekündigt werden würde.

Die Trennung wurde nach außen hin einvernehmlich dargestellt, hinter den Kulissen geht es nun aber um das liebe Geld.

Montoya hat seinen Rauswurf nämlich recht kalkulierend provoziert, doch ausgegangen ist dieser von Teamchef Ron Dennis, was eigentlich eine Abfindungszahlung nach sich ziehen müsste.

Zuverlässigen Informationen zufolge fordert der Kolumbianer etwas weniger als drei Millionen Euro für die restlichen Formel-1-Rennen dieser Saison, an denen er nicht mehr teilnehmen darf. Solange dies nicht geklärt ist, darf er sich auch nicht kritisch über seinen Ex-Arbeitgeber äußern.

Momentan kann Montoya nicht reden

Für McLaren-Mercedes dürfte umgekehrt eine Rolle gespielt haben, dass der Bruch mit Montoya spätestens nach der Kollision mit Kimi Räikkönen in Indianapolis so eklatant war, dass man den siebenfachen Grand-Prix-Sieger nicht mehr nach Europa zurückholen wollte, wo er der europäischen Motorsportfachpresse begegnet wäre - und über diesen Kanal das Team möglicherweise öffentlich durch den Dreck gezogen hätte...

NASCAR-Teamchef Chip Ganassi äußerte sich zu den Freigabemodalitäten wie folgt: "Er wurde von seinen Fahrverpflichtungen für McLaren freigestellt, aber es muss noch Papierarbeit erledigt werden. Ich will sicher nicht für ihn oder McLaren sprechen, aber ich würde die Situation momentan als eine Freigabe unter Bedingungen bezeichnen", sagte der Amerikaner.

Aber: "Sollte Juan schon morgen fahren dürfen, wäre das wegen unserer aktuellen Pläne ohnehin unmöglich."

Möglicher Premierentermin für Montoya in der NASCAR-Busch-Serie soll neuesten Gerüchten zufolge übrigens nicht erst im Oktober, sondern schon Ende August sein - abhängig natürlich von den Freigabemodalitäten in Bezug auf McLaren-Mercedes.

Der Kolumbianer sieht das aber gelassen: "Es ist nicht so wichtig, wo ich mein erstes Rennen fahren werde. Ich muss die Autos und Strecken für nächstes Jahr kennen lernen, nicht dieses Jahr", sagte er.

Ganassi freut sich auf seinen Heimkehrer

Ganassi zeigte sich indes optimistisch, dass sein Neuzugang die Umstellung von der Formel 1 auf Stock-Cars gut meistern wird: "Er ist daran gewöhnt, neue Kniffe ziemlich schnell zu lernen. Mit seiner Rennerfahrung sollte das kein Problem sein. Es gibt halt eine ziemlich lange Liste an Dingen, die man besser nicht tun sollte, aber wir haben auch schon Interesse von früheren Fahrern, die ihm gerne Tipps geben und ihm helfen würden", teilte er mit.

Und weiter: "Das Gute ist, dass wir hier von jemandem reden, der es gewöhnt ist, mit vielen Informationen Rennen zu fahren", gab Ganassi zu Protokoll.

Außerdem bestätigte er, dass er Montoya schon immer in die USA zurückholen wollte: "Ich habe daran gearbeitet, seit er unser Team damals verlassen hat. Das war sechs Jahre lang mein Plan - seit ich ihn zum letzten Mal in einem unserer Autos fahren gesehen habe."

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