MOTORSPORT

  • Motorline auf Facebook
  • Motorline auf Twitter

Tony Purnell: Comeback bei der FIA

Die Oberste Sportbehörde FIA hat den früheren Jaguar-Teamchef Tony Purnell als Technischen Berater an Bord geholt. Seine Aufgabe: Die Ökologisierung der F1.

Seit sich Red Bull im Januar 2005 von ihm getrennt hat, war es still um Ex-Jaguar-Teamchef Tony Purnell, doch nun hat der Brite wieder Arbeit: Der Automobilweltverband FIA hat ihn als Technischen Berater für die bevorstehende Ökologisierung der Formel 1 engagiert, die in den nächsten Jahren umgesetzt werden soll.

In seiner neuen Rolle wird Purnell eng mit Peter Wright, der schon jetzt unter der gleichen Bezeichnung für die FIA tätig ist, und dem Technischen Delegierten Charlie Whiting zusammenarbeiten. Sein Kernaufgabengebiet wird die Entwicklung neuer Technologien für die Formel 1 sein, die erstens das Spektakel verbessern, zweitens Relevanz für die Serienproduktion haben und drittens unweltverträglich sein sollen.

"Ich bin hocherfreut", ließ FIA-Präsident Max Mosley, der zu Purnell seit Jahren ein vertrautes Verhältnis pflegt, heute via Pressemitteilung ausrichten, "dass Tony an diesem neuen Formel-1-Projekt eng mit der FIA zusammenarbeiten wird. Jeder, der schon irgendwann einmal mit ihm zusammengearbeitet hat, schätzt ihn als einen der pragmatischsten und scharfsinnigsten Köpfe in diesem Geschäft."

Purnell hat Maschinenbau in Manchester studiert und bekam dort ein Kennedy-Stipendium verliehen, ehe er seine Ausbildung mit dem Magistertitel abschloss. Anschließend setzte er seinen Bildungsweg in Cambridge fort, wo er sich intensiv mit der Windkanalforschung beschäftigte. Später gründete er das Unternehmen 'Pi Research', welches 1999 vom Ford-Konzern übernommen wurde. Über diesen Weg kam er auch zu seinem Posten bei Jaguar und später Red Bull Racing.

Schlagzeilen gemacht hatte der 48-Jährige zuletzt vor etwa anderhalb Jahren, als er von 'BusinessF1' beschuldigt wurde, sich zu Jaguar-Zeiten gute Presse erkauft zu haben. Das Fachmagazin musste seine Anschuldigungen jedoch nach einer Niederlage vor Gericht zurückziehen und an Purnell mehr als 100.000 Euro Schadenersatz überweisen. Zuletzt im Formel-1-Fahrerlager gesehen wurde er beim Grand Prix von Italien im September.

News aus anderen Motorline-Channels:

Weitere Artikel:

F1 hält an Katar und Abu Dhabi fest

Jetzt droht der Super-GAU

Die Situation im Nahen Osten ist weiterhin mehr als fragil - Im schlimmsten Fall für die Formel 1 gewinnt Kimi Antonelli den WM-Titel 2026 auf der heimischen Couch

GP der USA: Bericht

Kimi Antonelli gewinnt in Austin

P4 für Hamilton beim Grand Prix der USA, P8 für Russell: Kimi Antonelli hat nach seinem nächsten Sieg neun von zehn Fingern am WM-Pokal 2026

GP von Singapur: Qualifying

Verstappen mit erster "echter" Singapur-Pole

Max Verstappen holte sich zum ersten Mal eine Poleposition für den Singapur-Grand-Prix vor den beiden Ferraris von Charles Leclerc und Lewis Hamilton

Was FIA-Präsident verraten hat

Neue F1-Antriebe schon 2030?

Kommt der V8-Antrieb schneller zurück als gedacht? Der FIA-Präsident kündigt für 2030 eine neue Antriebsgeneration an, aber ein Nebensatz sorgt für Zweifel