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Die Erkenntnisse aus der jüngsten FIA-Umfrage

Laut jüngster FIA-Umfrage legen die Fans großen Wert auf Fahrkönnen und Überholmanöver. Zufriedenheit mit neuem Qualifying. Populärster Fahrer: Michael Schumacher.

Wie schon im vergangenen Jahr hat die FIA 2006 eine umfangreiche Online-Befragung zur Attraktivität der Formel 1 durchgeführt, wobei 91.000 Fans der Königsklasse aus insgesamt 180 Ländern befragt wurden. Ein Schwerpunkt der Umfrage war das Zusammenspiel zwischen sportlicher Leistung und Technologie in der Formel 1. Hierbei waren sich 91 Prozent der Befragten einig, dass die Formel 1 der am höchsten technisierte Motorsport ist. 88 Prozent würden sich jedoch eine stärkere Betonung der fahrerischen Qualitäten wünschen.

Wenn es um die technische Komponente geht, so verlangt es knapp drei Viertel der Teilnehmer nach mehr Informationen, beispielsweise in Form von ausführlichen Fernsehreportagen. Außerdem plädieren 50 Prozent der Fans für die stärkere Einbindung von Telemetriedaten in die Rennübertragungen, und 59 Prozent würden mehr Aufnahmen aus der On-Board-Perspektive schätzen. Um sich näher am Geschehen zu fühlen, setzen zwei Drittel der Befragten auf einen regeren Funkverkehr der Boxencrews mit den Fahrern.

Zufriedenheit mit neuem Qualifying

Neben den Verbesserungsvorschlägen, die sich die oberste Motorsportbehörde von den Zuschauern abholen konnte, zeichnete sich eine gewisse Zufriedenheit mit dem diesjährigen Qualifyingsystem ab: 73 Prozent meinten, das Qualifying habe sich im Vergleich zur vorhergehenden Saison verbessert. Dies führt dazu, dass die Hälfte der befragten Fans jetzt häufiger zu den Qualifikations-Läufen vor den Fernsehgeräten Platz nimmt.

Auch die Wiedereinführung der Reifenwechsel ist an den Motorsportbegeisterten nicht unbemerkt vorübergegangen. 66 Prozent gaben an, dass dadurch die Rennen spannender geworden seien, während 60 Prozent glauben, dass auch die Rennstrategien der Teams das Geschehen sehenswerter gestalten. Die Umfragewerte zum Qualifying, zu den Stopp-Strategien und zu den Reifenwechseln lassen jedoch auch noch Zuschauerpotenzial erahnen, um das die FIA sich bemühen sollte.

FIA bemüht sich um mehr Überholvorgänge

Max Mosley als Präsident der Behörde erklärte, man wolle unter Berücksichtigung der Sichtweise der Fans alles tun, um den Sport noch attraktiver zu machen. "Die Einstellung der Fans gegenüber den geänderten Regeln 2006 ist sehr positiv", kommentierte Mosley. Man wolle berücksichtigen, dass es im Sport besonders auf die richtige Balance zwischen Fahrer und Technologie ankommt, außerdem sei eine "Verbesserung der Konstruktion der Boliden sowie eine Förderung von Überholmanövern" eine der Prioritäten der FIA.

"Wir arbeiten eng mit Herstellern und Teams zusammen, um die Einführung von energieeffizienter Technologie voranzubringen. Das wird nicht nur die Show verbessern", so der 66-Jährige, "es ist auch von großer Bedeutung für die Umwelt. Zusammen mit unserem Partner AMD stellen wir eine Expertengruppe aus allen Teams zusammen, um die Aerodynamik zu optimieren und andere Veränderungen durchzuführen, die das Überholen erleichtern sollen."

Wie schon im vergangenen Jahr geht es der FIA also um eine Steigerung der Spannung bei den Rennen und an den Rennwochenenden generell. Da jedoch die Online-Befragung ihre Teilnehmer fast ausschließlich unter Menschen fand, die bereits von der Formel 1 begeistert sind, bleibt offen, wie genau die Anziehungskraft der Königsklasse verstärkt werden könnte, um auch bislang eher Abgeneigte an den Rennsonntagen vor den Fernseher oder zu den Grands Prix zu locken.

Michael Schumacher der populärste Pilot

Michael Schumacher 28%
Kimi Räikkönen 17%
Jenson Button 8%
Fernando Alonso 7%
David Coulthard 6%
Juan Pablo Montoya 5%
Jacques Villeneuve 4%
Mark Webber 3%
Takuma Sato 2%
Rubens Barrichello 1%
Giancarlo Fisichella 1%
Nick Heidfeld 1%
Tiago Monteiro 1%
Nico Rosberg 1%
Scott Speed 1%
Jarno Trulli 1%

Populärste Teams:

Ferrari 30%
McLaren Mercedes 21%
Renault F1 8%
WilliamsF1 8%
Honda Racing F1 6%
Red Bull Racing 4%
BMW Sauber F1 3%
Super Aguri F1 2%
Panasonic Toyota 1%

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