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"Man kann es nicht erzwingen!"

Alex Wurz zieht nach seiner bislang schwierigen Saison eine Zwischenbilanz und nimmt in einem Interview auch zu kritischen Worten von Landsmann Klien Stellung.

Gratulation Alex, Julia und du erwartet euer drittes Kind. Wird dir das auch auf der Strecke einen Motivationsschub geben?

Julia und ich möchten eine große Familie und jetzt mit Nummer drei am Weg sind wir natürlich happy. Wenn man Kinder so gerne hat wie wir und sich entschließt, den Schritt zur Familie zu machen, ist es irgendwie nicht wirklich wichtig, was auf der Rennstrecke abgeht. Es beflügelt unser Leben.

In Monaco kann bereits die erste Kurve das Rennen entscheiden. Wirst du nach deinem Crash in Barcelona den Start in Monte Carlo etwas vorsichtiger angehen?

Verarbeiten, abschließen, abhaken, weitermachen. Der Crash in Barcelona war dort und hat mit Monaco nichts zu tun.

Die ersten vier Rennen brachten dir nicht die erwünschten Ergebnisse. Denkst du, dein Job bei Williams könnte in Gefahr sein?

Nein, ganz bestimmt nicht.

Hat sich dein Verhältnis zu Teamkollege Nico Rosberg seit Saisonbeginn verändert?

Nein, warum auch?

Was kannst du diese Saison noch erreichen?

Die Saison ist erst vier Rennen alt, also doch noch recht jung. Abwarten und Tee trinken lautet die Devise, denn eines kann man in keiner Saison: Man kann es nicht erzwingen.

Du bist nun 33. Was denkst du, wird in deiner Karriere noch Großes kommen?

Das Einfache an dieser Frage ist, dass sich dies von alleine beantworten wird.

Landsmann Christian Klien sagte kürzlich, du hättest durch deine lange Absenz als Testfahrer deine Aggressivität im Rennen und das Gefühl für den richtigen Moment zum Attackieren im Qualifying verloren. Was sagst du dazu?

Spricht er hier von sich oder von mir? Helfen tut eine lange Pause nicht, da hat er in gewisser Weise Recht. Aber nach einem oder zwei Rennen ist man da wieder in Schuss. In meinem Fall war ich über meinen Fehler in Melbourne verärgert in meinem letzten Durchgang im Zeittraining - dieser Fehler war schon etwas auf fehlende Praxis zurückzuführen.

Die Formel 1 ist härter umkämpft denn je. Dennoch scheinen Reizfiguren wie etwa ein Michael Schumacher zu fehlen. Macht das den Sport dann doch weniger interessant?

Der Sport ist sehr hart und sehr gut - mit und ohne 'Schumi'. Er hat dem Sport viel gegeben, aber die Welt dreht sich weiter und die Einschaltquoten sind weiterhin sehr hoch.

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