MOTORSPORT

  • Motorline auf Facebook
  • Motorline auf Twitter

Ralf Schumacher sucht eine neue Herausforderung

Ralf Schumacher gab auf seiner Homepage bekannt, dass er 2008 nicht mehr für Toyota fahren werde - er würde eine neue Herausforderung suchen, schrieb er.

Ralf Schumacher hat heute etwas überraschend offiziell bekannt gegeben, dass er Toyota zum Jahresende verlassen wird: "Ich habe mich entschieden, nach drei Jahren Toyota eine neue Herausforderung zu suchen", erklärte er in Shanghai, wo er sich auf sein vorletztes Rennen für den japanischen Rennstall vorbereitet.

"Ich bin mit großen Erwartungen zu Toyota gekommen", sagte er in einer Stellungnahme auf seiner Internetseite. "Einerseits, weil ich große Hoffnung in die Entwicklung eines neuen Rennautos gesetzt hatte, andererseits aber auch, weil ich mich bei meinem langen Aufenthalt in Japan vor der Formel 1 mit der japanischen Lebensart sehr angefreundet hatte. Mit der japanischen Mentalität komme ich nach wie vor gut zurecht, aber auf ein konkurrenzfähiges Auto habe ich leider jahrelang warten müssen!"

Über seine Zukunft will Ralf Schumacher erst nach Saisonende sprechen.

Toyota sei eine "schöne und interessante Erfahrung" gewesen, "vor allem die Zusammenarbeit mit dem Team, den Ingenieuren und den Mechanikern. Aber nun ist es Zeit, etwas Neues auszuprobieren!" Und weiter: "Natürlich bin ich nach wie vor für die Rennen in Shanghai und São Paulo hoch motiviert und werde mein Bestes versuchen, nach der verpatzten Saison zumindest einen guten Abschluss mit und für Toyota zu erreichen!"

Noch unklar ist, für welches Team der Deutsche im nächsten Jahr fahren wird. Dies konnte er auch heute noch nicht verraten: "Ich werde in den nächsten Wochen einige Gespräche führen und nach Ende der Saison meine Entscheidung mitteilen. Wichtig ist für mich nicht so sehr der finanzielle Aspekt, sondern die Möglichkeit, ein Rennauto mitzuentwickeln und damit auch erfolgreich zu sein", gab er zu Protokoll.

Schumacher war 2005 nach zwei Jahren bei Jordan und sechs bei Williams zu Toyota gestoßen. Für die Japaner hat er bisher 51 Grands Prix bestritten, nach Shanghai und São Paulo werden es 53 sein. Dreimal - 2005 in Ungarn und China sowie im Vorjahr in Australien - gelang ihm als Dritter der Sprung auf das Podium, der anvisierte Sieg oder gar ein WM-Titel waren aber nie in Reichweite. Bestes WM-Gesamtergebnis war Rang sechs 2005.

Erfolgreich war seine Zeit beim in Köln stationierten Rennstall aber zumindest in finanzieller Hinsicht, denn der seinerzeit noch von Willi Weber ausgehandelte Vertrag - inzwischen arbeitet der 32-Jährige ja mit Hans Mahr zusammen - soll ihm pro Jahr eine Gage von kolportierten 14 Millionen Euro eingebracht haben. Dass er in Zukunft in dieser Hinsicht kräftige Einbußen hinnehmen muss, steht außer Frage.

News aus anderen Motorline-Channels:

Weitere Artikel:

Rechbergrennen 2026: Vorschau

Rekord-Nennung beim Rechbergrennen

Der große Bergpreis von Österreich am Rechberg zieht die besten Bergrennpiloten aus ganz Europa an. 269 TeilnehmerInnen aus 18 Nationen bedeuten neuen Nennrekord. Veranstalterteam rechnet mit großem Zuschaueransturm

Mick Schumacher im Interview

"Großartige Dinge am Horizont"

Nach den ersten vier Rennwochenenden seiner ersten IndyCar-Saison spricht Mick Schumacher über Herausforderungen, Hoffnungen, Pläne und die Formel 1

Rallycross, Melk: Vorschau

Rallycross-Saisonstart in Melk

Mit den Rennen auf dem Wachauring startet eine mit Spannung erwartete Rallycross-Saison. 100 Rennautos haben ihre Nennung für das Rennen in Melk abgegeben – insgesamt werden Pilotinnen und Piloten aus sechs Nationen an der Startlinie stehen.

Toto Wolff gingen die Streitigkeiten zwischen Lewis Hamilton und Nico Rosberg 2016 zu weit, sodass er beide Fahrer kurzzeitig freistellte und eine Warnung aussprach

Ohne jeden Test hat Michael Kogler ein 350 PS starkes Ford Fiesta WRC beim weltberühmten Rechbergrennen pilotiert - in Gedenken an seinen Vater Gottfried, der vor exakt 30 Jahren das Gleiche tat. Das Projekt „Ciao Papa“ war eine Herzensangelegenheit…