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Niki Lauda glaubt, dass Ferrari im Laufe der Saison die Präzision von Schumacher fehlen könnte. Laut dem Dreifach-Weltmeister wird aber auch Neuzugang Kimi Räikkönen beflügelt.

In den vergangenen Wochen wurde Kimi Räikkönen für seine angeblich mangelhafte Arbeitseinstellung von den verschiedensten Seiten zum Teil recht harsch kritisiert, was insofern nicht verwunderlich ist, als ihn natürlich alle an seinem Vorgänger Michael Schumacher messen - und der lebte bekanntlich Tag und Nacht für die Formel 1.

Einer der schärfsten Räikkönen-Kritiker, was Trainingsmoral und die Zusammenarbeit mit dem Team angeht, war in der Vergangenheit auch Niki Lauda, doch der Ex-Ferrari-Weltmeister hat seine Meinung offenbar revidiert - nun glaubt er, dass der "Iceman" durchaus dazu in der Lage sein könnte, angesichts der neuen Herausforderung den notwendigen Ehrgeiz zu entwickeln und über seinen eigenen Schatten zu springen.

Lauda erklärte gegenüber der Bild-Zeitung, dass Schumachers "Akribie und die typisch deutsche Präzision, mit der er Ferrari nach vorne gebracht hat", in Maranello fehlen werden - "nicht zu Beginn der Saison, aber im Laufe des Jahres kann Ferrari Probleme bekommen." Schließlich hat sich ja nicht nur Schumacher von Ferrari verabschiedet, sondern auch der geniale Mastermind Ross Brawn sowie Motorenchef Paolo Martinelli.

Gleichzeitig hält er Räikkönen für "ein Riesentalent", das in seinen Augen nur nicht so diszipliniert ist wie Schumacher. Ungeachtet dessen geht der 57-Jährige davon aus, dass ein Ruck durch den Finnen gehen könnte: "Trotzdem wird Räikkönen in den nächsten Monaten nicht wiederzuerkennen sein. Der Wechsel wird ihn beflügeln. Der ganze McLaren-Frust ist weg", spielte er auf die zuletzt aufgekommenen Differenzen mit Ron Dennis an.

Erste Aufgabe für Räikkönen werde es demnach sein, "das Team hinter sich zu bringen", wie Lauda aus eigener Erfahrung analysierte. Dann habe der zweifache Vizeweltmeister auch eine WM-Chance. Titelfavorit ist er für Lauda trotzdem nicht: "Der mit Abstand beste Fahrer sitzt im McLaren - aber hat Alonso auch das beste Auto? Ich glaube, Renault wird wieder ein sehr starkes Auto haben", gab er abschließend zu Protokoll.

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