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Neues aus der "Königsklasse"

Gerhard Berger will kein FIA-Präsident sein | Die afrikanischen Automobilklubs sind sauer auf Bernie Ecclestone | Spa-Francochamps bis 2012 gesichert.

Michael Noir Trawniczek

Berger sagt Nein danke

An sich gelten die Kollegen von der britischen Times als seriös - doch im Zusammenhang mit einem möglichen Nachfolger von Max Mosley, nämlich dem Österreicher Gerhard Berger, scheinen die Kollegen komplett ins Leere gegriffen zu haben, als sie verrieten, Berger würde als ein möglicher Kandidat für die Mosley-Nachfolge gehandelt werden.

Berger ließ nämlich in Montreal wissen, dass er überhaupt kein Interesse an einem solchen Job habe - gegenüber Premiere erklärte er: "Mich interessiert der Sport an der Rennstrecke mit den Fahrern, mit den Rennautos und mit den Teams. Dieses Thema ist nichts für mich."

Zumal Max Mosley am 3. Juni bei der außerordentlichen FIA-Generalversammlung mit einer Zweidrittelmehrheit als Präsident bestätigt wurde und er somit bis zum Oktober 2009 dieses Amt bekleiden wird.

Afrika ist sauer

Eben diese Abstimmung ist einigen im Formel 1-Zirkus ein Dorn im Auge - Mosley habe sich mit der Hilfe von den Stimmen kleiner und politisch wenig bedeutender Länder durchgesetzt, lautet der Tenor der Mosley-Gegner.

Zu diesen scheint nun, vermutlich, endgültig auch Bernie Ecclestone zu gehören, denn der Brite wiederholte seine Ansicht, dass Mosley zurücktreten sollte - als Beispiel für dessen Handlungsunfähigkeit sagte Ecclestone: "Nur weil ein paar Klubs aus Afrika für ihn gestimmt haben, wird der König von Spanien nicht seine Hand schütteln."

Dies weckte den Ärger der afrikanischen Automobilklubs. D. N. Njoroge, Generaldirektor der Automobile Association (AA) von Kenia, bezeichnete diese Aussage als "geringschätzend, erniedrigend und vollkommen unnötig" - in dreißig Jahren habe er keine solche Beleidigung hinnehmen müssen, fügte Njoroge hinzu - und verlangte in einem Schreiben an den FIA Africa Council eine Entschuldigung von Bernie Ecclestone.

Spa bis 2012 gesichert

Viel besser wird wohl die wallonische Regierung auf Ecclestone zu sprechen sein, denn dieser hat den Grand Prix-Vertrag mit Belgien bis 2012 verlängert. Die Lieblingsstrecke vieler Fahrer und Fans, Spa-Francorchamps, wird also die nächsten Jahre im WM-Kalender bleiben. Zudem strebt man bereits eine Verlängerung bis 2015 an.

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