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Dennis sieht keine großen GP2-Talente

McLaren-Teamchef Ron Dennis hält den GP2-Jahrgang 2008 für wenig überzeugend: "Kein phänomenales Talent dabei" ...

Die am Sonntag zu Ende gegangene GP2-Saison hatte spannende Rennen, spektakuläre Szenen, ein tolles Titelduell und einen bekannten Namen: Senna. Doch Bruno, der Neffe des unvergessenen Ex-Weltmeisters Ayrton Senna, scheiterte im Kampf um die Meisterschaft an Giorgio Pantano. Konsequenz: Erstmals seit dem Start der Serie im Jahr 2005 hat der neue Titelträger wohl keine Chance auf den Aufstieg in die Formel 1. "Ein Ausnahmetalent würde in der GP2 ganz sicher auffallen", sagte Ron Dennis nach dem letzten Saisonrennen in Monza.

Der McLaren-Teamchef fügte an: "Es gibt dort zurzeit sicherlich einige Leute, denen jetzt noch die Erfahrung fehlt und die im kommenden Jahr stark sein können. Aber im Moment springt einem kein phänomenales Talent ins Auge." Die Situation ist deutlich anders als in den Vorjahren. Nach der Saison 2005 machte Champion Nico Rosberg den Sprung in die Formel 1, es folgten ihm die Titelträger Lewis Hamilton (2006) und Timo Glock (2007).

Der neue Champion Pantano ist mit 29 Jahren für eine Nachwuchsserie bereits recht alt, außerdem hatte der Italiener schon seine Chance in der Formel 1 und fiel bei seinen Rennen für Jordan nicht besonders auf. Auch der für einen Formel-1-Aufstieg heiß gehandelte Bruno Senna scheint aus Sicht von Dennis kein Überflieger zu sein. "Keiner von denen ist wirklich sensationell. Es gibt einige, die gute Rennen gefahren haben, aber keiner war wirklich dominant."

Der britische Formel-1-Teamchef wollte der Nachwuchsserie jedoch keinesfalls die Bedeutung absprechen: "Es ist unser Unterbau und es sind schon einige gute Fahrer aus der GP2 gekommen." Insgesamt besteht zurzeit ein Viertel des Fahrerfeldes der "Königsklasse" aus Ex-GP2-Piloten. Neben den drei Champions der vergangenen Jahre kamen auch Nelson Piquet und Kazuki Nakajima aus der Nachwuchsserie nach oben.

Vom aktuellen Jahrgang können sich dennoch zwei Piloten gewisse Hoffnungen auf einen Sprung in die Formel 1 machen. Sébastien Buemi wird als Kandidat für ein Cockpit bei Toro Rosso gehandelt. Auch Rennsieger Karun Chandhok könnte als Inder gute Chancen haben, früher oder später mit dem Team Force India den Aufstieg zu schaffen.

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