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Ecclestone: "Ich hasse Demokratie"

Bernie Ecclestone erklärt, warum er gerne wie ein Diktator herrscht und woran es der aktuellen Formel 1 mangelt.

Bernie Ecclestone sitzt seit weit über 30 Jahren am wirtschaftlichen Ruder der Formel 1 und blickt deshalb nicht nur auf ein geschätztes Privatvermögen von rund drei Milliarden Euro, sondern auch auf einen reichhaltigen Erfahrungsschatz im Bereich Vermarktung und Sportpolitik. Der 77jährige hat den Grand-Prix-Sport zu einem der weltweit erfolgreichsten Medienevents gemacht und sich auf seinem Weg der Professionalisierung nicht immer Freunde gemacht.

"Ich hasse Demokratie als politisches System. Sie hält dich einfach nur auf. Ich glaube, die Menschen brauchen jemanden, der für sie entscheidet", sagte Ecclestone der britischen Daily Mail. Der Formel-1-Boss weiter: "Ein guter Diktator ist besser für ein Land als eine Demokratie. Die Demokratie in Großbritannien bringt nur Verwirrung und schlechte Kompromisse. Ich selber bin nie zur Wahl gegangen. Na und?"

Ecclestone führt seine Formel-1-Geschäfte nun schon seit Jahren im Stile eines Diktators. Die genauen Geldflüsse seiner Formel-1-Holding (SLEC) sind selbst für Insider nur schwer zu durchschauen und immer wieder wird über die Ausschüttung der Einnahmen an die Teams gestritten. Aktuell schwebt die „Königsklasse” wieder in einem luftleeren Raum, zumindest was die finanziellen Verteilungsschlüssel anbelangt. Seit Monaten soll an einem neuen Concord Agreement gearbeitet werden, doch bislang ohne abschließenden Erfolg.

Der 77jährige macht bislang keine Anstalten in Rente zu gehen oder gar frühzeitig die Geschäfte in die Hand eines Nachfolgers zu legen. Schließlich verdient der Brite nach wie vor viele Millionen mit seiner Motorsport-Geldmaschine. Und trotzdem sieht Ecclestone nach und nach dunkle Wölkchen am Formel-1-Himmel aufziehen, denn die Fahrer seien mittlerweile zu stromlinienförmig: "Früher waren die Piloten interessant, weil sie mutige Dinge taten."

"Ein Michael Schumacher oder ein Lewis Hamilton haben heute mehr die Interessen der Sponsoren im Sinn. Es hat sich alles verändert. Der Rennsport ist richtig brav geworden", fügte der Formel-1-Boss hinzu. Ecclestone wünscht sich wieder die Zeiten zurück, in denen die Piloten wilde Feste feierten und auf ihren persönlichen cw-Wert keine Rücksicht nahmen. "Es gibt einfach nicht genug Sex-Skandale", so der Formel-1-Boss abschließend.

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