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FOTA will die Fans befragen

Den Fans geht es laut einer FIA Umfrage mehr um pures Racing als um Technik; Die FOTA will eine eigene Umfrage in Auftrag geben

Die Fans der Formel 1 wollen mehr Action auf der Strecke, mehr Zweikämpfe und Überholmanöver sehen. Das ist das Ergebnis der diesjährigen Fan-Umfrage von der FIA und dem Finanzunternehmen 'ING'. 96 Prozent der insgesamt rund 70.000 Umfrageteilnehmer aus 160 Nationen verliehen ihrer Hoffnung auf mehr Überholmanöver und aufregendere Rennen Ausdruck. Den Schlüssel für mehr Action sehen 81 Prozent in Modifikationen an den Boliden, 70 Prozent erhoffen sich Veränderungen an den aktuellen Formel-1-Strecken.

Die Umfrage fördert einen Fakt deutlich zutage: Den Fans geht es zumeist um pures Racing und weniger um Glanz, Glamour, Technik oder Rahmenprogramm. Aus eben jenem Grund sehnen sich viele der Anhänger nach traditionellen Strecken, die schon viele motorsportliche Schlachten erlebt haben. 90 Prozent der Umfrageteilnehmer forderten mehr Grands Prix auf klassischen Rennstrecken.

Die Sehnsucht nach früheren Formel-1-Tagen kam auch in zwei weiteren Zahlen zum Ausdruck: 88 Prozent wünschen sich, dass die fahrerische Leistung wieder mehr in den Vordergrund rückt, 83 Prozent der Fans legen größten Wert darauf, dass die Formel 1 ihren Status als höchste Motorsportklasse behält. Neue Technologien spielen aus Sicht der Formel-1-Freunde nur eine untergeordnete Rolle. Nur 35 Prozent halten die Technik für den aufregendsten Aspekt in der Königsklasse.

In der Mediennutzung zeigen sich konstante Verschiebungen. Nach wie vor bedienen sich immer noch 97 Prozent der Fans des Fernsehens, um ihre Lieblingssportart zu verfolgen, aber immerhin sind es mittlerweile 93 Prozent der Formel-1-Anhänger, die sich wichtige Informationen aus dem Internet holen. 90 Prozent holen sich regelmäßig ihre Formel-1-Nachrichten aus dem Internet - bei der Umfrage 2006 waren es noch 87 Prozent. Die Zeitungen (39 Prozent) spielen in diesem Zusammenhang nur noch eine untergeordnete Rolle.

Fraglich ist, welche Schlüsse man auf Seiten der FIA aus den Umfrageergebnissen ziehen wird. Die Teamvereinigung FOTA will sich nicht nur auf die Zahlen der jüngsten Erhebung verlassen. Nach Informationen von Motorsport-Total will die FOTA ihrerseits eine eigene Umfrage in Auftrag geben - und zwar nicht nur unter aktuellen Formel-1-Fans. Mit Hilfe der neuen Befragung will man die Fanfreundlichkeit der Formel 1 verbessern. So ziehen die Teams Fanevents am Freitag eines Grand-Prix-Wochenendes in Betracht.

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