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Finanzkrise verändert F1-Geschäft

Wird die US- Regierung die benötigten Milliarden für die Auto-Industrie locker machen? Ecclestone ist entschlossen die Krise durchzustehen.

Wer es noch immer nicht wahrhaben wollte, der wurde spätestens seit dem Formel-1-Ausstieg von Honda am Freitagmorgen eines besseren belehrt: Das Thema Wirtschaftskrise wird auf absehbare Zeit die Schlagzeilen beherrschen, auch die des internationalen Motorsports.

Vor allem die Hersteller stehen vor einer mächtigen Abwärtsspirale. Ihre Neuwägen liegen im Schlüsselmarkt USA wie Blei in den Regalen, weil die Kunden von den Banken derzeit keine Kredite mehr bekommen. In Washington bettelten General Motors, Chrysler und Ford am Donnerstagabend um Soforthilfen in Milliardenhöhe.

Das dortige Fiasko dreht sich mittlerweile um astronomische Summen, denn einige Experten sind der Meinung, die US-Regierung müsse zwischen 75 und 125 Milliarden US-Dollar locker machen, um die drei Autobauer vor einer Insolvenz zu retten.

Doch auch in Deutschland hagelt es Hiobsbotschaften. Die Deutsche Bank vermutet für das Jahr 2009 mittlerweile eine handfeste Rezession. Das Bruttoinlandsprodukt könne 2009 "um bis zu vier Prozent schrumpfen", erklärte der Chefvolkswirt der Deutschen Bank gegenüber der Bild.

Dazu passen die Meldungen an der Sponsorenfront: Die Credit Suisse berichtete von einem Nettoverlust in Höhe von zwei Milliarden Euro - alleine in deren viertem Geschäftsquartal. Die Schweizer sind Sponsor beim BMW Sauber F1 Team, für 2009 droht der Rückzug.

Auch Ecclestone und Fry sprechen von der Krise

Bei Williams sieht es ähnlich aus: Zwei ihrer Sponsoren, AT&T und Philips, gaben saftige Gewinnwarnungen heraus, alleine die Amerikaner wollen 12.000 Stellen streichen. Auch Toyota-Sponsor Panasonic strich seine Gewinnerwartungen erheblich zusammen.

Nicht einmal Formel-1-Zampano Bernie Ecclestone wollte das Wort Krise vermeiden. "Ich glaube, die Formel 1 ist in keiner größeren Krise als jede Firma dieser Welt", bezog der Brite gegenüber der 'BBC' eine erste Stellung angesichts des plötzlichen Honda-Rückzuges.

"Die ganze Welt befindet sich in einer Krise, aber das wird uns und die Welt nicht aufhalten können", lautete seine Durchhalteparole. "Jeder arbeitet wie wild daran, die Notwendigkeit zum Geld ausgeben zu reduzieren, um konkurrenzfähig zu bleiben."

Ecclestone sprach dabei vor allem die Bemühungen der Herstellervereinigung FOTA an, was auch Honda-Geschäftsführer Nick Fry unterstrich. Fry ist natürlich von der Honda-Entscheidung unmittelbar betroffen, obwohl auch er bereits für 2009 Einsparungen "im Bereich von 50 bis 60 Millionen" erwartet.

"Die Teams sind sich der Situation sehr bewusst und sind fest entschlossen, dass die Formel 1 als fantastisches Spektakel mit über 600 Millionen Zuschauern weitergehen wird", so Fry gegenüber der BBC. "Es ist ein riesiges Geschäft und wird nicht über Nacht aufhören."

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