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"Kein Gladiatorenkampf mehr!"

Ex-Pilot Eddie Irvine hält wenig von der modernen Formel 1. Sie sei ein "Kinderspiel" geworden, die Gefahr sei im Grunde nicht mehr vorhanden...

Erst vor wenigen Tagen hatte der vierfache Formel-1-Weltmeister Alain Prost mit der aktuellen Formel 1 abgerechnet. Der Sport werde immer mehr zum medialen Spektakel und viel zu sehr von Politik und Strategie bestimmt, so die Meinung des Franzosen. Unterstützung bekommt Prost jetzt vom früheren Ferrari-Piloten Eddie Irvine. Nach Ansicht des Nordiren verkommt die Formel 1 immer mehr zu einer Art Kinderspiel und die Gefahren für die Fahrer seien zu kalkulierbar geworden.

"Die Formel 1 wird immer mehr zu einem Spiel", so Irvine in der britischen Zeitung Guardian. Weiter erklärte er: "Es ist fast schon unmöglich geworden, in der Formel 1 einen Unfall zu haben. In den meisten Fällen landest du einfach nur im Kiesbett." Irvine kritisierte die Bemühungen seitens der FIA, die Formel 1 immer sicherer zu machen und die Fahrzeuge durch neue Regeln einzubremsen: "Das hat nichts mehr mit einem Gladiatorenwettkampf gemeinsam", so Irvine.

Der ehemalige Ferrari-Teamkollege von Michael Schumacher trauert alten Zeiten nach: "Früher musstest du bei einem Fehler im Zweikampf wirklich Angst haben, in irgendeiner Barriere zu landen." Irvine beschrieb seine Sichtweise mit einem Zitat des britischen Schriftstellers Ernest Hemingway: "Es gibt nur drei wirkliche Sportarten: Stierkampf, Motorsport und Bergsteigen. Alles andere sind nur Spiele." Auch die Abschaffung der Traktionskontrolle könne die Formel 1 nur wenig verbessern, so der Nordire.

"Die Abschaffung wird nur einen minimalen Unterschied ausmachen, höchstens mal bei extrem nassen Bedingungen", so Irvine. Er erklärte weiter: "Das Herausbeschleunigen aus einer Kurve ist sowieso die einfachste Sache. Bremsen und Einlenken sind die harten Jobs." Die Herausforderung für die Formel-1-Piloten sei durch die neuen Regeln nur wenig größer geworden: "Man muss sich ganz bestimmt etwas mehr konzentrieren, aber für Fahrer auf diesem Level ist die Abschaffung der Traktionskontrolle wirklich kein großes Problem."

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