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FOTA gründet Rennserie

„Es geht um sehr viel Geld“

Mosley ist der Ansicht, die Teams wollen nur „das Geld und die Macht grapschen“, Briatore wolle „Ecclestone sein“. Daher werde nun geklagt…

Der Automobilweltverband FIA fackelte am Freitag nicht lange und reagierte auf die Ankündigung der Teamvereinigung FOTA, sich nicht in die Formel-1-Weltmeisterschaft 2010 einzuschreiben, stattdessen kommendes Jahr in einer eigenen Konkurrenzserie an den Start zu gehen. Man kündigte an, rechtliche Schritte einzuleiten und legte die Betonung dabei auf Ferrari. Aber auch die anderen Teams sollen nicht ungeschoren davonkommen.

Nach Ansicht von FIA-Präsident Max Mosley würde eine Abspaltung der Teams Ferrari, McLaren-Mercedes, Renault, BMW Sauber, Toyota, Brawn, Red Bull Racing und Toro Rosso die acht betroffenen Teams Millionen kosten. Vor allem Ferrari müsse nach Ansicht des Briten eine Menge zahlen.

"Wir werden kommende Woche beginnen, gerichtlich gegen sie vorzugehen, auch Bernie Ecclestone, als Inhaber der kommerziellen Rechte, wird sie verklagen", erklärte Mosley gegenüber dem Daily Record. "Sie werden auf Vertragsbruch und gegen den Verstoß des Wettbewerbsrechts verklagt, da sie ein Kartell gebildet haben."

Nach Aussage des 69-Jährigen gehe es "um massiv viel Geld", vor allem im Falle von Ecclestone: "Die Teams werden ihm alle Geld schulden. Er hat ihnen im Voraus Geld gezahlt. Er wird das Geld also zurück fordern. Im Falle eines Teams [Ferrari; Anm. d. Red.] wären dies über 100 Millionen Pfund (umgerechnet rund 117 Millionen Euro). In jedem anderen Fall zig Millionen Pfund."

Zudem müssten die Teams bei Gründung einer neuen Rennserie seiner Ansicht nach weitere Einbußen verdauen: "Kein Sponsor oder Hersteller wird dieselbe Summe wie im Moment zahlen, wenn sie in der Goldenes-Lenkrad-Meisterschaft an den Start gehen. Sie wollen sich das Geld und die sportliche Macht grapschen. Nun, ich möchte nicht, dass sie sich die sportliche Macht sichern, und Bernie möchte nicht, dass sie sich das Geld grapschen."

Außerdem wolle Flavio Briatore "bernie Ecclestone sein". Mosley präzisierte: "Es ist keine Habsucht, es geht mehr um Macht. Es gibt ein oder zwei Individuen, vielmehr ein Individuum, das sich selbst als Bernie Ecclestone sieht. Ob er den Job erledigen könnte oder nicht, weiß ich nicht. Ich denke, dass sich Flavio Briatore als Bernie sieht. Er ist absolut berechtigt dazu, diese Ansicht zu haben, aber ich denke, dass Bernie das Gefühl haben würde, dass er ankommen und das Business kaufen müsste, wenn er sein Business oder das Business der CVC haben möchte. Er kann es sich nicht einfach nehmen."

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