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Ab 10. Januar auf der Strecke

Teamchef Adrian Campos macht Ernst – schon nächste Woche wird der neue F1-Bolide, von Dallara gebaut, im Windtunnel getestet…

Während sich die zehn aktuellen Teams der Königsklasse auf den nächsten Grand Prix des Jahres auf dem Nürburgring vorbereiten, läuft die Entwicklungsmaschinerie bei US F1, Manor und Campos auf Hochtouren. Die drei Neueinsteiger für 2010 haben Zeitdruck, müssen schnell ein konkurrenzfähiges Auto auf die Räder stellen, um ab der neuen Saison nicht hoffnungslos hinterherzufahren.

"Unser Modell wird in der kommenden Woche schon erstmals im Windkanal stehen", beschrieb Adrian Campos die Fortschritte seiner Mannschaft voller Stolz gegenüber Autosport. Der Spanier selbst hat den Entwicklungen nur bedingt Anteil, denn das Design findet bei Dallara statt. "Wir haben ein Unternehmen namens Dallara-Campos gegründet", so der Teamchef. "Die Autos werden in einer neuen Fabrik gebaut. Zurzeit suchen wir 200 neue Leute."

Das Unternehmen Formel-1-Einstieg läuft endlich flüssig, nachdem sich während der Hochphase des Streits zwischen FIA und Teamvereinigung FOTA viele Fragezeichen ergaben. "Ich möchte gern, dass sich alle unter einem Dach zusammenfinden. Ob sich das nun FOTA nennt oder anders, ist mir egal", so Campos. "Alle sieben Jahre gibt es in der Formel 1 anscheinend ein Erdbeben. Dies war so eines. Jetzt sind die Türen für eine Lösung geöffnet und als neues Team wollen wir uns einbringen."

Bei Technikpartner Dallara laufen die Vorbereitungen bereits seit drei Monaten. Trotz aller Unwägbarkeiten auf der politischen Formel-1-Bühne wollte man keine wertvolle Zeit bei der Entwicklung des Boliden für 2010 verstreichen lassen. "Ziel ist es, den Wagen am 10. Januar auf die Strecke zu bringen", so Unternehmenschef Gian Paolo Dallara. "Ich hoffe, der Wagen wird auf Anhieb schnell sein. Das hoffe ich für Campos, aber auch für uns."

Dallara hatte beim letzten großen Auftritt in er Königsklasse nur wenig beeindrucken können. Die damaligen Autos der Scuderia Italia hatten zwischen 1988 und 1992 im Vergleich zu Ferrari nur eine ähnliche Farbe - Erfolge blieben aus. "Wir haben starke Leute dazugeholt", so Dallara. "Gabriele Tredozi zum Beispiel, der Jahre lang Technikchef bei Minardi war. Oder auch Ben Agathangelou, der als Aerodynamiker bei Red Bull und Honda war." 40 Fachleute arbeiten bei Dallara am Design, 40 weitere sollen bald hinzukommen.

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