MOTORSPORT

  • Motorline auf Facebook
  • Motorline auf Twitter

Max Mosley bleibt auf Sparkurs

Weiter Vorschläge von Max Mosley zur Kostenreduktion für 2010- Drehzahlbegrenzung, Reduzierung der Testkilometer, Einheitsbauteile

Angesichts der gegenwärtig schwierigen Wirtschaftslage ist auch die Formel 1 zum Umdenken gezwungen, was bei FIA-Präsident Max Mosley auf offene Ohren stößt. Der Brite gibt sich mit dem bereits verabschiedeten Sparpaket nicht zufrieden und denkt laut Auto Motor und Sport schon über weitere Möglichkeiten nach, die Kosten in der Formel 1 drastisch zu senken. So könnten künftig weitaus mehr Einheitselemente zum Einsatz kommen, welche der Show aber keinen Abbruch tun sollen.

Laut Auto Motor und Sport hat Mosley seine Vorstellungen bereits schriftlich an Ferrari-Präsident Luca di Montezemolo übermittelt, der seinerseits als Vorsitzender der Teamvereinigung FOTA die Interessen der in der Formel 1 engagierten Rennställe vertritt. So soll Mosley in den Raum gestellt haben, die Motoren 2010 auf 17.000 Umdrehungen pro Minute zu begrenzen. Ab dann wären nur noch kosmetische Eingriffe an den Aggregaten erlaubt.

Konkret soll es sich dabei um den Ansaugtrakt und die Einspritzdüsen handeln - alle anderen Bereiche des Motors wären ab 2010 komplett tabu. Laut Auto Motor und Sport sollen außerdem die Testfahrten auf eine neue Obergrenze von 15.000 Kilometer pro Saison reduziert werden, was die Ausfahrten an Grand-Prix-Freitagen miteinschließt. Viel soll sich der FIA-Präsident auch von der Einführung von Einheitsbauteilen versprechen.

So soll Mosley in seinem Schreiben an Di Montezemolo noch einmal nachdrücklich für Standardgetriebe und einheitliche Unterböden plädiert haben. Begründung: Diese Elemente würden die Show nicht verbessern sondern lediglich Kosten verursachen, was Mosley baldmöglichst kuriert sehen will. Zudem plant der 68-Jährige, bald eine Liste von Chassis-Bauteilen zu veröffentlichen, die künftig nicht mehr entwickelt werden dürfen.

Ferner stellte Mosley eine einheitliche Gewichtsverteilung in den Raum, um zu verhindern, dass Ballastgewichte zum Zünglein an der Waage werden - und stellte zugleich in Aussicht, auch auf dem Reifensektor Veränderungen herbeiführen zu wollen. So soll Ausrüster Bridgestone künftig Pneus konstruieren, die weniger Gummiabrieb auf der Rennstrecke hinterlassen. Dementsprechend sollen neue Reifenmischungen zum Einsatz kommen.

Abschließend brachte Mosley einmal mehr eine Budgetobergrenze ins Gespräch. "Die Etats der Rennställe müssen auf ein Maß reduziert werden, das von dem Geld bestritten werden kann, das die Teams von der FOM (Formula One Administration; Anm. d. Red.) bekommen", wird der FIA-Präsident von Auto Motor und Sport zitiert. Die Formel 1 sei aktuell zu sehr vom Wohlwollen einiger Hersteller und Milliardäre abhängig, so Mosley.

News aus anderen Motorline-Channels:

Weitere Artikel:

"Nicht erlaubt, nicht ermöglicht"

Wurde BMW um seine Titelchance gebracht?

Marco Wittmann fühlt sich um seine DTM-Titelchance gebracht und ärgert sich über die BoP: Hätte man den BMW nach dem Samstag besser einstufen müssen?

F1 hält an Katar und Abu Dhabi fest

Jetzt droht der Super-GAU

Die Situation im Nahen Osten ist weiterhin mehr als fragil - Im schlimmsten Fall für die Formel 1 gewinnt Kimi Antonelli den WM-Titel 2026 auf der heimischen Couch

Grand Prix der USA: Qualifying

Antonelli reicht eine schnelle Runde

Favorit Ferrari bleibt im Qualifying zum Grand Prix der USA unter den Erwartungen, und so gewinnt Antonelli im spannenden Pole-Duell gegen Verstappen

Abrechnung mit Marko & Jos

"Musste ständig Scheiße aufwischen"

Christian Horner rechnet in seiner Autobiografie mit Helmut Marko und Jos Verstappen ab - Ralf Schumacher kritisiert das scharf: "Man kartet nicht so nach"

GTWC Portimao 2026

Riesenshow von Verstappen

Teamkollege Chris Lulham dreht die neuen Champions um, Verstappen macht im Schlussspurt 15 Plätze gut - GetSpeed-AMG holt ersten Gesamtsieg in der GTWC