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Formel 1-Tests Jerez

Wieder eine Bestzeit für das Brawn-Team

Auftakt zum letzten Testgefecht in Jerez – vier Teams schärfen noch einmal ihre Boliden. Brawn, Renault, Williams und McLaren, doch die Silbernen fuhren heute nicht.

Fotos: Brawn GP

Während die restlichen sechs Teams ihre Sachen schon für den Flug nach Melbourne zusammengepackt haben, traten McLaren-Mercedes, Renault, Williams und Brawn heute in Jerez zum letzten Gruppentest dieses Winters an. Die andalusische Strecke ist bis einschließlich Donnerstag gebucht.

Entgegen des ursprünglichen Plans verzichteten die Silberpfeile heute noch darauf, den MP4-24 weiterzuentwickeln - die Rollbalken blieben den ganzen Tag geschlossen. Dies verwundert insofern, als gerade das Team von Weltmeister Lewis Hamilton noch Aufholbedarf hat. Also waren nur drei Fahrer im Einsatz: Nico Hülkenberg im Williams-Toyota FW31, Rubens Barrichello im Brawn-Mercedes BGP 001 und natürlich Lokalmatador Fernando Alonso im Renault R29.

Erstaunlich viele Fans kamen am arbeitsfreien Sonntag an die wenige Kilometer außerhalb der Stadt gelegene Strecke, um ihrem Landsmann bei leistbaren Eintrittspreisen im Einsatz zu sehen. Doch der Tag begann mit einem Schock: Um punkt 10:12 Uhr krachte Alonso in der achten Kurve in die Leitplanken und zerstörte auf diese Weise die Frontpartie seines Boliden recht stark. Er selbst blieb unverletzt, aber die Session musste für mehr als eine halbe Stunde unterbrochen werden.

Als es dann endlich wieder zur Sache ging, herrschte das gleiche Bild wie zuletzt in Barcelona: Brawn-Mercedes war eine Klasse für sich, erst dahinter spielte sich der Konkurrenzkampf der restlichen Teilnehmer ab. Barrichello erzielte eine Bestzeit von 1:19.236 Minuten und schrammte damit nur um 0,181 Sekunden Rekunden am 2009er-Rekord von Sebastian Vettel im Red-Bull-Renault RB5 vorbei. Obendrein war er mit 102 Runden der fleißigste Pilot des Tages.

Alonso (2./+ 0,659/33 Runden) und Hülkenberg (3./+ 0,777/69 Runden) konnten sich in der letzten Stunde der Session noch etwas näher an Barrichello heranschieben, der Abstand war aber neuerlich groß. Allerdings sind die heutigen Zeiten weniger aussagekräftig als in der vergangenen Woche, weil diesmal kein etabliertes Topteam im Einsatz war. McLaren-Mercedes wird Teamangaben zufolge erst morgen ins Geschehen eingreifen.



Testzeiten Tag 1

 1.  Barrichello   Brawn-Mercedes         1:19.236  107
 2.  Alonso        Renault                1:19.819   40
 3.  Hülkenberg    Williams-Toyota        1:20.015   69

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