ARC, Toyota Keusch Grasl Rallye Horn: Vorschau | 11.09.2026
Prominenter Aufputz beim Waldviertler Premierenlauf
Nächste Woche startet die erste Ausgabe der Toyota Keusch Grasl Rallye Horn Diese zählt zur Austrian Rallye Challenge und darf u. a. zwei aktuelle Staatsmeister sowie Österreichs Rekord-Champion als Teilnehmer begrüßen
Die Österreichische TEC7 Rallye-Staatsmeisterschaft 2026 ist seit Ende August entschieden. Die zweite Liga namens Austrian Rallye Challenge gönnt sich noch eine Verlängerung, geht nach der Triestingtal-Rallye, der Lavanttal Rallye, der Vipavska Dolina Rallye in Slowenien, der Judenburg-Rallye, der Rallye Weiz, der Mühlstein Rallye und der 1000-Hügel-Rallye nächste Woche in ihre achte und vorletzte Station, ehe es dann in fünf Wochen im Rahmen der Herbstrallye in Dobersberg den Finallauf gibt.
Die Gegenwart jedoch liegt wie Dobersberg ebenfalls im Waldviertel, heißt aber Toyota Keusch Grasl Rallye Horn und feiert am 18./19. September seine Österreich-Premiere. Das Herz der neuen Rallye schlägt im 137-Einwohner-Örtchen Mörtersdorf im Bezirk Horn, welches die Service-Zone ebenso beherbergt wie die Rallyeleitung, das Rallyesekretariat, die Zeitnahme und das Pressezentrum. Diese sind allesamt im weitverbreitet bekannten Traditionsgasthof „Graselwirt“ untergebracht.
ORM-Prominenz am Start
Wie die heute veröffentlichte Nennliste zeigt, wird das übliche ARC-Starterfeld garniert mit hochkarätiger Prominenz aus der Staatsmeisterschaft. So geben sich sowohl der neue ORM-Champion Hermann Neubauer im Toyota GR Yaris Rally2 (als Gaststarter) als auch der ORM-2-Staatsmeister Christoph Zellhofer ein Stelldichein. Statt seinen Suzuki Swift ZMX lenkt der Niederösterreicher mit der ebenfalls staatsmeisterlichen deutschen Copilotin Anna-Maria Seidl jedoch diesmal einen Ford Fiesta Rally2-Boliden.
Mit Raimund Baumschlager steht auch der 14-fache und somit rotweißrote Rekord-Staatsmeister bei der Toyota Keusch Grasl Rallye am Start. Kult-Beifahrer Thomas Zeltner sitzt mit Baumschlager im Skoda Fabia RS Rally2.
Leistungsstarke Rally2-Boliden bringen zudem Daniel Mayer (Citroen C3), Markus Wurz (Ford Fiesta) und Markus Steinbock (Hyundai i20) an den Start der Grasl Rallye.
Der ORM-Vizemeister von 2024 Luca Waldherr kommt zwar nicht mit seinem Citroen C3 Rally2. Er wird aber versuchen das zweirad-getriebene Feld mit einem Opel Corsa Rally4 aufzumischen. Dazu hat er sich den Copiloten des beim ERC-Lauf in Polen verunfallten und noch rekonvaleszenten Junioren-Staatsmeisters Marcel Neulinger, Jakob Ruhsam, ins Cockpit geholt. Waldherrs Stammbeifahrerin Claudia Maier wiederum gibt nämlich in Horn ihre Kommandos im Auto von Hermann Neubauer. Sie vertritt dort Beifahrer-Staatsmeisterin Ursula Gassner, die wegen einem schon lange feststehenden und zugesagten Hochzeitsbesuch verhindert ist.
ARC GESAMT (KLASSEN C1 – C4)
Der Gesamtführende in der ARC Gerolf Schuller im Mitsubishi Lancer Evo VI ist in Horn der große Gejagte. Mit einem trotz oder wegen Zündaussetzern dritten Platz bei der 1000-Hügel-Rallye in Krumbach konnte der Steirer seine Führung in der Wertung C1 ausbauen und damit auch den im Wechselgebiet fehlenden Salzburger Johann Georg Lindner (Ford Escort RS2000) von der Spitze der ARC-Gesamtwertung (Klassen C1 – C4) verdrängen. Schullers technische Probleme mit seinem Mitsubishi sollten in Horn beseitigt sein.
ARC-KLASSE C1
In der Wertung der ARC-Klasse C1 will vor allem der Salzburger Alexander Strobl im Ford Escort Cosworth WRC als momentan Dritter versuchen, Punkte gutzumachen und so seinen Ausfall zuletzt ein wenig auszugleichen. Gespannt darf man aber auch auf die Performance von Rene Kiehtreiber sein. Der Niederösterreicher im Mitsubishi Evo V gewann zuletzt die ARC-Wertung bei der 1000-Hügel-Rallye in Krumbach, hat als Waldviertler jetzt zwei Heimspiele vor sich und auch bereits angekündigt, diese zwei Rallyes gewinnen zu wollen. Die Grasl Rallye ist für ihn wie für alle anderen auch zwar Neuland, besonders in Dobersberg kennt Kiehtreiber jedoch praktisch jeden Stein! Auf eine Topplatzierung hofft auch der bekannt schnelle Niederösterreicher Martin Kalteis im Mitsubishi Evo VII.
ARC-KLASSE C2 & ARCH 2WD
In der ARC-Klasse C2 hat der Niederösterreicher Tobias Reischer die große Chance, einen Sprung nach vorne zu machen. In Abwesenheit der vor ihm liegenden Christian Rosner und Michael Kroneder mutiert der Volvo-Pilot als Drittplatzierter zum schärfsten Konkurrenten des Spitzenduos. Sein Sieg in Krumbach verleiht ihm sicher Selbstvertrauen. Auch der Niederösterreicher Andreas Wirl gibt seinem BMW 325 in Horn die Sporen.
Johann Georg Lindner geht als klarer Leader der ARCH 2WD ins vorletzte Rennen der Saison. Zudem wird dort sein erster Verfolger, der niederösterreichische Porsche-Pilot Christian Rosner, fehlen. Dafür steigt mit Tobias Reischer im Volvo 940 der Drittplatzierte in Horn aufs Gas.
ARC-KLASSE C3
Die ARC-Klasse C3 ist für Johann Georg Lindner praktisch gelaufen, Der einzige Verfolger des Salzburger Ford-Piloten, der in Horn am Start ist, der Niederösterreicher Bernhard Hengl, hat bereits 130 Punkte Rückstand. Weil dieser aber nicht mit seinem Ford Escort RS2000 genannt hat, kommt er für die diesmalige C3-Punktewertung sowieso nicht in Frage.
ARC-KLASSE C4
In der ARC-Klasse C4 zeichnet sich u. a. ein Duell zwischen dem Niederösterreicher Franz Zack (VW 1303 S) und dem Oberösterreicher Marcel Kiesenhofer (Suzuki Swift Sport) ab.
ARCH 4WD
In der historische Auszugswertung für allradgetriebene Fahrzeuge ARCH 4WD liegt Alexander Strobl vorne. Obwohl sein erster Verfolger Patrik Gaubinger im Audi Quattro Gr.4 in Horn fehlt, kann sich der Salzburger dort nicht zurücklehnen, denn auch Rene Kiehtreiber liegt in Schlagdistanz zum Gipfel.
Ein internationaler Toppilot gibt sich ebenfalls die Ehre, in der ARCH in Horn mitzuwirken. Tibor Erdi jr. kommt mit seinem Ford Sierra Cosworth 4x4, mit dem er 2024 Historic-Europameister wurde. In seiner beeindruckenden Karrierestatistik finden sich auch drei ERC2-Europameistertitel (2017, 2018, 2020).
ARCP
In der ARCP für Proto- und Produktionsfahrzeuge verzichtet der klar führende Christoph Zellhofer auf zusätzliche Punkte, indem er seinen Suzuki Swift ZMX Proto in der Garage lässt und mit einen Ford Fiesta Rally2 startet. Somit gehört die Bühne bei der Toyota Keusch Grasl Rallye Piloten wie Stefan Müller, Eugen Friedl, Wolfgang Schmollngruber (alle Ford Fiesta Proto) oder Thomas Pyringer (Mitsubishi Colt WRC Proto).
ART1
In der Austrian Rallye Trophy für moderne Allrad-Fahrzeuge kommt der realistische Favorit aus Oberösterreich und heißt Raimund Baumschlager. Mit Daniel Mayer, Christoph Zellhofer, Markus Wurz oder Markus Steinbock ist die Konkurrenz aber sehr respektabel und nicht zu unterschätzen.
ART2
Stark und üppig besetzt präsentieren sich die modernen Zweiradler in der Austrian Rallye Trophy 2 bei der Grasl Rallye. Hier führt der Weg zum Sieg wohl nur über den zweifachen 2WD-Staatsmeister Luca Waldherr (2018 und 2023) im Opel Corsa Rally4. Als Herausforderer bringen sich einige schnelle Piloten in Stellung: z. B. 2WD-Staatsmeister 2024 Simon Seiberl (Peugeot 208 Rally4), Grasl-Rallye-Mitorganisator Max Maier (Peugeot 208 Rally4), Riccardo Holzer (Opel Corsa Rally4), Martin Attwenger (Opel Corsa Rally4), Manuel Fuchs (Opel Corsa D OPC), Thomas Regner (Peugeot 208 Rally4), Christoph Toth (Opel Corsa) oder die Ausländer Tomas Stuksa (TCH/Peugeot 208 Rally4), Tomas Vecerka (TCH/Opel Corsa Rally4) und Alberto Mlakar (ITA/Lancia Ypsilon Rally4).


















