MOTORSPORT

  • Motorline auf Facebook
  • Motorline auf Twitter

Stuck: VW-Motoren für die Formel 1?

Laut Hans-Joachim Stuck wird die Formel 1 für VW zunehmend interessanter; in wenigen Jahren könnte man als Motorenlieferant einsteigen.

In den vergangenen Monaten schrieben die großen Automobilhersteller vor allem dadurch Schlagzeilen, dass sie ihr Engagement im Motorsport sukzessive zurückfuhren oder gar komplett einstellten. Volkswagen scheint diesbezüglich einen ganz anderen Kurs zu verfolgen, denn der deutsche Konzern könnte über kurz oder lang als Motorenlieferant in die Formel 1 einsteigen.

"Wenn du der weltgrößte Hersteller bist, dann ist es doch vollkommen normal, dass du darüber nachdenkst - aber nicht vor 2012", so VW-Repräsentant Hans-Joachim Stuck gegenüber Autosport. "Wir schauen uns innovative Dinge an, und die Formel 1 ist nun einmal die 'Königsklasse' des Motorsports", meint Stuck. Ein Engagement als VW-Werksteam schließt er hingegen weiterhin kategorisch aus.

"Vor zwei Jahren gab es ein Gerücht, wonach Volkswagen das Red-Bull-Team kaufen würde. Das brauchten wir aber gar nicht zu tun. Warum sollten wir uns auf ein Team beschränken, wenn wir unsere Motoren an deutlich mehr Rennställe ausliefern könnten? Wenn du Red Bull kaufst und Adrian Newey will plötzlich nur noch fliegen oder angeln, dann ist das Team nicht mehr erfolgreich", so Stuck weiter.

"Man muss sich nur BMW ansehen: Sie haben sich diesen millionenschweren Windkanal gekauft und noch dazu einen Supercomputer. Jetzt schließen sie ihre Türen", sagt der österreichische Rennfahrer im Hinblick auf den Formel-1-Rückzug der Münchner. "Der beste Weg ist, einen Motor zu bauen und dieses Aggregat an verschiedene Teams zu liefern", findet Stuck. Diesen Weg könnte VW einschlagen.

VW: Formel-1-Einstieg ohne Werksteam?

Das aktuelle Formel-1-Klima kommt den Wolfsburgern offenbar entgegen, wie Stuck weiter erläutert: "Es ist verblüffend, denn die Formel 1 bewegt sich in die richtige Richtung", hält der ehemalige Formel-1-Rennfahrer fest. "Viele Hersteller haben sich zurückgezogen, was eine gute Sache ist. Wir haben aber auch Hersteller, von denen wir nicht wissen, wie lange sie am Ball bleiben werden."

"Sie sollten Motorenlieferanten werden und ihre Aggregate leasen, verkaufen oder jemandem geben. Dadurch spart man sich die ganzen Scherereien um Teams, Windkanäle, Ingenieure und so weiter. Es ist wie zu meiner Formel-1-Zeit: Es gab March, es gab Lotus – und wir hatten Ford-Motoren. Renault stieß als Motorenlieferant dazu und brachte ein ausgezeichnetes Triebwerk in die Formel 1."

"Das war perfekt", sagt Stuck, der von einem deutlich größeren Starterfeld träumt: "In den vergangenen sieben Jahren habe ich die Formel 1 mit BMW verfolgt und fragte mich auf der 20 Fahrzeuge umfassenden Startaufstellung stets, was wäre, wenn wir 30 Rennwagen hätten. Jetzt kommen wir langsam dahin, 2010 werden es ja wohl bereits 26 Autos sein."

News aus anderen Motorline-Channels:

Weitere Artikel:

GP von Singapur: Qualifying

Verstappen mit erster "echter" Singapur-Pole

Max Verstappen holte sich zum ersten Mal eine Poleposition für den Singapur-Grand-Prix vor den beiden Ferraris von Charles Leclerc und Lewis Hamilton

Wilder Singapur-Sprint

Russell-Crash & McLaren-Kollision

Max Verstappen siegt in einem wilden Singapur-Sprint, bei dem George Russell crasht, beide McLaren miteinander kollidieren und nur 13 Autos das Ziel sehen

GP der USA: Bericht

Kimi Antonelli gewinnt in Austin

P4 für Hamilton beim Grand Prix der USA, P8 für Russell: Kimi Antonelli hat nach seinem nächsten Sieg neun von zehn Fingern am WM-Pokal 2026

F1 hält an Katar und Abu Dhabi fest

Jetzt droht der Super-GAU

Die Situation im Nahen Osten ist weiterhin mehr als fragil - Im schlimmsten Fall für die Formel 1 gewinnt Kimi Antonelli den WM-Titel 2026 auf der heimischen Couch

GTWC Portimao 2026

Riesenshow von Verstappen

Teamkollege Chris Lulham dreht die neuen Champions um, Verstappen macht im Schlussspurt 15 Plätze gut - GetSpeed-AMG holt ersten Gesamtsieg in der GTWC