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Nach Lauda-Kritik: Ferrari stichelt zurück

Ferrari übt nach der Aufregung um die Stallorder von Hockenheim ausgerechnet am ehemaligen Ferrari-Weltmeister Niki Lauda scharfe Kritik.

Einst war Niki Lauda der erfolgreichste Ferrari-Fahrer aller Zeiten, doch inzwischen scheint das Verhältnis zwischen dem zweifachen Ferrari-Weltmeister (1975 und 1977) und der Scuderia aus Maranello stark getrübt zu sein. Anlass für den Streit sind Laudas kritische Aussagen zur Stallorder in Hockenheim.

Der Österreicher hatte in diesem Zusammenhang unter anderem von Betrug am Zuschauer gesprochen und seinen früheren Arbeitgeber in die Mangel genommen. Doch Ferrari lässt das nicht auf sich sitzen: In einer Kolumne unter dem Titel "Moralisten mit einem kurzen Gedächtnis" schreibt ein sich selbst als "Pferdeflüsterer" bezeichnender Autor auf der offiziellen Ferrari-Website über Laudas Kritik und verurteilt diese scharf.

Lauda habe demnach seit dem Ende seiner Fahrerkarriere keine Gelegenheit ausgelassen, mit Meinungen um sich zu werfen, und er sei dafür bekannt, seine Meinung so zu ändern, wie der Wind gerade dreht.

Weiter heißt es in der Kolumne: "Der gute alte Niki hat diesmal eine gute Gelegenheit ausgelassen, den Mund zu halten, denn als er noch Fahrer der Scuderia war, hatte er nichts gegen Ferraris Handhabung der Fahrer."

In der Tat genoss Lauda während seiner Zeit in Maranello teilweise einen Status als unumstrittene Nummer eins, sodass das Team hinter ihm stand und ihn bei seinen WM-Kampagnen unterstützte. Zur Ehrenrettung des heutigen TV-Experten sei aber gesagt, dass Stallregie in den 1970er Jahren noch nicht verboten war – ein gar nicht so kleiner, aber auf jeden Fall feiner Unterschied im Vergleich zur Situation in Hockenheim.

Übrigens: Der mysteriöse Pferdeflüsterer, eine Anspielung auf das Ferrari-Wappen, sorgte schon einmal für Aufsehen, als er über die drei neuen Teams herzog und von einem heiligen Krieg der FIA gegen die Herstellerteams schrieb. Sich der eigenen Website als Plattform zu bedienen, um politische Meinungen zu äußern, scheint in Maranello also in Mode zu kommen.

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