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Formel 1: News

Zu teuer – und auch unsicher

Die Formel 1-Teams haben im Rahmen des GP von Spanien beschlossen, für 2011 das F-Schacht-System und auch Mehrfachdiffusoren zu verbieten.

Mit viel Aufwand hat das McLaren-Mercedes-Team über viele Monate hinweg das F-Schacht-System entwickelt und seit dem ersten Saisonrennen im Einsatz. Vor dem Cockpit der Fahrer wird Luft über einen Kanal durch das Cockpit geführt, den die Fahrer mit dem Knie aktivieren können.

Die Luft strömt gezielt vor den Heckflügel und sorgt für eine Strömungsabriss, sodass der Luftwiderstand sinkt und somit die Höchstgeschwindigkeit steigt. In den Kurven wird das System durch den Fahrer deaktiviert, sodass der gewohnte Abtrieb zur Verfügung steht.

Einige Rennställe haben das System bereits kopiert und im (Test-)Einsatz, darunter Ferrari, Sauber, Williams und Mercedes. Andere Teams wie Red Bull Racing haben bisher auf einen Einsatz verzichtet, werden das System jedoch noch an den Start schicken. Nur vereinzelt verzichten die Teams auf die kostspielige Entwicklung, wohl auch, weil sie schon seit längerer Zeit ahnten, dass das System kommendes Jahr nicht mehr eingesetzt werden kann.

Bei einem Treffen der Teams im Rahmen des Großen Preises von Spanien haben sich die Teams nun darauf verständigt, das System ab der kommenden Saison zu verbieten. McLaren-Mercedes sprach sich dabei gegen ein Verbot aus, schafft es aber nicht, die Konkurrenz zu überzeugen und wurde überstimmt. die Konkurrenz tut sich schwer, das System zu kopieren, denn eigentlich müsste man dazu das Chassis modifizieren, was laut Reglement jedoch nicht erlaubt ist.

Nach Aussage von Red Bull Racing-Teamchef Christian Horner spielten bei der Entscheidung auch Sicherheitsbedenken eine Rolle: "Das ist ein cleveres Ingenieursstück, und Hut ab vor den Jungs, die das erfunden haben. Aber einige der Lösungen sahen an diesem Wochenende etwas nahe am Limit aus, als man sah, wie Fahrer freihändig fuhren. Meiner Meinung nach gibt es also ein Problem mit der Sicherheit, und auch das Problem der Kosten muss in Betracht gezogen werden."

Auch Mehrfachdiffusor wird verboten

Auch Mercedes-Team-Geschäftsführer Nick Fry unterstützt das Verbot, da die Technologie außerhalb der Formel 1 keine Relevanz habe. Zudem würden auch andere Teams am Ende der Saison ein entsprechendes System haben, sodass der Vorteil zunichte gemacht wird.

"Die Ingenieure sind schon mit Ideen für das kommende Jahr angekommen, welche verrückt in das Extreme gehen, und es ist nur schwer vorstellbar, wie sie dies sonstwo verwenden können", wird der Brite von Autosport zitiert. "Hinzu kommt, dass dies teuer wäre."

Er verstehe, dass es für jene enttäuschend ist, welche das System entwickelt haben, aber der Vorteil beschränke sich auf jenes Jahr, in dem ein solches System die Premiere hat, danach wird es von allen kopiert und der Vorteil ist nicht mehr existent. Dies betreffe auch den Doppeldecker-Diffusor, der kommendes Jahr ebenfalls nicht erlaubt sein wird.

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