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WEC Barcelona 2026 Toyota dominierte die 6 Stunden von Barcelona nach Belieben
FIA WEC/DPPI

Toyota wirft mit Doppelsieg BMW aus Titelkampf

Herstellertitel fix und nur noch beide TR010 Hybrid im Lostopf für die Fahrer-WM - Toyota räumt bei den 6 Stunden von Barcelona alles ab

Mit einer überragenden Vorstellung bei den 6 Stunden von Barcelona hat sich Toyota vorzeitig den Herstellertitel in der Langstrecken-Weltmeisterschaft (WEC) gesichert. Und auch in der Fahrerwertung hat BMW nach dem Doppelschlag auf dem Circuit de Barcelona-Catalunya keine Chance mehr. Den Titel machen die beiden Toyota-Crews beim Finale in Monza unter sich aus.

Das Rennen begann bei regnerischen Bedingungen und es dauerte nicht lange, bis sich die Toyota TR010 Hybrid an die Spitze setzten. Nach einer Stunde war die Doppelführung hergestellt. Im Nassen waren die beiden Kölner LMH-Boliden so dominant, dass sie drohten, das gesamte Feld zu überrunden. Nur drei Safety-Car-Phasen schoben dem einen Riegel vor.

Die Strecke trocknete im Verlauf der zweiten Stunde ab und der Rest des Rennens wurde auf Slicks gefahren. Die Überlegenheit der Toyotas war bei trockener Strecke zwar nicht so erdrückend wie im Regen, aber immer noch vorhanden.

Nach der dritten Safety-Car-Phase kam es zu einem zweistündigen Sprint ins Ziel, in dem der siegreiche Toyota #8 von Sebastien Buemi, Brendon Hartley und Ryo Hirakawa einen Vorsprung von 39,725 Sekunden auf den besten Nicht-Toyota herausfuhr. Die #8 konnte sich sogar eine 5-Sekunden-Strafe für ein zu frühes Ausscheren aus der Startformation leisten. Der Toyota #7 (Conway/Kobayashi/de Vries) wurde Zweiter.

"Das Auto war einfach vom ersten Freien Training an sehr schön zu fahren. Wir hatten sofort eine Balance, mit der wir glücklich waren. Wir waren vom Regen sogar enttäuscht, weil wir wussten, dass wir ein gutes Auto hatten", sagte Brendon Hartley während des Rennens.

Allen anderen blieb nichts anderes übrig, als Platz drei unter sich auszumachen. Hier kristallisierten sich der Ferrari #50 (Fuoco/Molina/Nielsen; 3.), der Cadillac #38 (Bamber/Bourdais/Aitken; 4.) und der AF-Corse-Ferrari #83 (Ye/Kubica/Hanson; 5.) als stärkste Fahrzeuge heraus.

Es war insofern spannend, als dass der Cadillac auf einer leicht abweichenden Strategie unterwegs war. Erst beim letzten Stopp sortierte es sich ein und der Werks-Ferrari #50 holte sich den letzten Podiumsplatz. Der Cadillac musste sich am Ende noch den Angriffen des gelben Ferraris erwehren.

Der dritte Ferrari im Bunde, die #51 (Pier Guidi/Calado/Giovinazzi; 15.), zog die komplette Seuche im Rennen auf sich. Erst gab es ein Elektronikproblem bei FCY-Restarts, von denen es zusätzlich zu den Safety-Cars drei Stück gab. Dann wurde immer wieder der linke Vorderreifen überlastet. Die Strecke war ein absoluter Reifenkiller, was sich in einer extremen Ansammlung von Marbles neben der Ideallinie manifestierte. Nach neun Boxenstopps blieb nur der vorletzte Platz.

Der siebte Platz reichte für den BMW #15 nicht aus, um im Meisterschaftsrennen zu bleiben. Bei einem Doppelsieg von Toyota hätten die M Hybrid V8 zusammen mindestens 24 Punkte holen müssen, um die Herstellerwertung offen zu halten.

Das Unterfangen erhielt einen frühen Rückschlag, als der BMW #20 (Frijns/Rast/S. van der Linde; 14.) als einziges Fahrzeug während der ersten SC-Phase mit vorgeschaltetem VSC nicht an die Box kam. WRT ging hier ein strategisches Wagnis ein, doch hinter dem Safety-Car fielen die Drücke in den Regenreifen zu weit ab.

Rene Rast wurde mit der "Spiegelei"-Flagge an die Box zitiert und erhielt obendrein noch eine 20-Sekunden-Strafe für den zu geringen Reifendruck. Der doppelte Zeitverlust aus Boxenstopp unter Grün, nachdem alle anderen unter Gelb gestoppt hatten, und der Strafe warf die #20 in den Keller des Tableaus, aus dem der BMW keinen Weg mehr herausfand.

Den LMGT3-Sieg holte sich mit einer ebenfalls dominanten Vorstellung der Manthey-Porsche #92 von Yasser Shahin, Ricardo Pera und Richard Lietz.

Motorsport-Total.com

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