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FIA veröffentlicht Reglement für 2014

Acht Gänge bei vorgegebener Getriebeübersetzung, 15.000 Touren und verdoppelte KERS-Leistung: Das Reglement für 2014 steht im Details fest.

Nicht wie ursprünglich geplant ab 2013, sondern erst ab 2014 tritt in der Formel 1 ein reformiertes Reglement in Kraft. Nach den Beschlüssen der vergangenen Wochen, denen teilweise harte Verhandlungen vorangegangen waren, hat die FIA nun bekannt gegeben, wie die "Königsklasse des Motorsports" in Zukunft aussehen wird.

Bereits bekannt war, dass die aktuellen V8-Saugmotoren durch 1,6-Liter-V6-Turbos mit einem vorgeschriebenen Zylinderbankwinkel von 90 Grad ersetzt werden. Diskutiert wurde allerdings noch über das Drehzahllimit, das im technischen Reglement für die Saison 2014 mit 15.000 Touren verankert ist. Damit bleibt es bei jener Vereinbarung, gegen die Bernie Ecclestone bis zuletzt Stimmung gemacht hat.

Einer der wichtigsten Eckpunkte des künftigen Reglements ist, den Benzinverbrauch um 35 Prozent zu senken. Die vielleicht ungewöhnlichste Maßnahme, die dazu beitragen soll, ist, dass die Autos in der Boxengasse nur noch mit Elektroantrieb fahren dürfen – der Benzinmotor muss dann abgeschaltet werden. "Ich bin schon gespannt, wie das klingen wird", meint Renault-Motorenchef Rob White.

Möglich wird dies durch eine Aufwertung des Hybridsystems KERS von derzeit 60 auf künftig 120 Kilowatt. Konkret bedeutet das, dass die Fahrer dann per Knopfdruck 164 PS für 8,3 Sekunden statt 82 PS für 6,7 Sekunden freisetzen können. Die gesamte Motoreneinheit muss ab 2014 155 Kilogramm wiegen, wobei KERS 20 bis 25 Kilogramm davon ausmachen darf.

Ebenfalls neu ist die Benzindurchflussmenge, die ab 2014 maximal 100 Kilogramm Treibstoff pro Stunde betragen darf. Bei niedrigerer Drehzahl muss der Verbrauch noch weiter sinken. Durchaus als revolutionär darf bezeichnet werden, dass der Fahrer sein Auto künftig mittels Knopfdruck am Lenkrad selbst starten können muss. Derzeit erledigen dies noch die Mechaniker mit externen Startern. Das alles erfordert eine Anhebung des Gesamtgewichts auf mindestens 660 Kilogramm.

Eine weitere signifikante Reform betrifft das Getriebe, denn während die Teams derzeit mit sieben Gängen auskommen, müssen sie ab 2014 deren acht verwenden. Diese dürfen allerdings nicht mehr verstellt werden, sondern müssen schon am Saisonanfang für alle Rennen feststehen. Das könnte spannend werden, weil etwa Monte Carlo ganz andere Getriebeübersetzungen erfordert als z.B. Monza ...

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