MOTORSPORT

  • Motorline auf Facebook
  • Motorline auf Twitter
Formel 1: News

Überraschung: Toro Rosso holt Kwjat!

Überraschung auf dem Transferkarussell: Wie Toro Rosso bekanntgab, erbt den Platz von RBR-Aufsteiger Daniel Ricciardo der Russe Daniil Kwjat.

Der 19-Jährige wird an der Seite von Jean-Eric Vergne ins Lenkrad greifen und freut sich über die Chance, die er in der Königsklasse erhält: "Das sind fantastische Neuigkeiten. Ein Traum wird wahr", jubelt Kwjat. Beschert hatte ihm die Überraschung seine erfolgreiche Teilnahme am Red-Bull-Juniorprogramm.

Der Mann aus Ufa nennt es eine "unbezahlbare Gelegenheit", die Ricciardo-Nachfolge anzutreten. "Seit ich mit dem Kartsport begonnen habe, wollte ich in die Formel 1 und jetzt wird dieser Wunsch Realität", ist Kwjat aus dem Häuschen. Bei seiner Teilnahme am Young-Driver-Test in Silverstone vor einigen Monaten habe er schon einen kleinen Vorgeschmack auf die Zusammenarbeit mit Toro Rosso erhalten und diese Erfahrung sehr genossen: "Die Tatsache, dass ich in Italien zu Hause bin und Italienisch spreche, wird mir sicher helfen, sehr schnell Teil des Teams zu werden."

Bei der in Faenza beheimateten Toro-Rosso-Mannschaft sind sich die Verantwortlichen sicher, eine richtige Entscheidung getroffen zu haben: "Wir sind glücklich, unsere Strategie, junge Fahrer aus dem Red-Bull-Juniorprogramm zu fördern, fortzusetzen. Daniil ist ein sehr talentierter Pilot, was sich an seinen Resultaten in allen Nachwuchskategorien ablesen lässt", so Franz Tost, der auf eine erfolgreiche Laufbahn im Kartsport und den Gewinn der Formel Renault 2.0 im Jahr 2012 verweist. Diese Klasse hatte in der Vergangenheit zahlreiche große Talente herausgebracht.

Felix da Costa raus: Er bleibt in der WG

Zuletzt gelangen Kwjat fünf Podestplätze in der Formel-3-Europameisterschaft, in der GP3 kämpft er derzeit noch um den Titel. Tost lobt: "Er hat unser Team mit starken Leistungen beeindruckt und beim Young-Driver-Test sehr informatives, technisches Feedback gegeben. Das deutet an, dass er grundlegende Qualitäten vorweist, auf denen er aufbauen kann." Der Teamchef verspricht kompromisslose Rückendeckung: "Daniil kann sicher sein, dass wir unsere gesamte Erfahrung in der Nachwuchsförderung einsetzen, um ihm den bestmöglichen Start in die Formel-1-Karriere zu ermöglichen."

Die Verpflichtung Kwjats ist auch deshalb ein Paukenschlag, weil er einen Einstieg in die Beletage noch vor wenigen Wochen selbst als überstürzt abgetan hatte. Anders als sein Landsmann Sergei Sirotkin, der bei Sauber für 2014 gesetzt ist, hält Kwjat sich noch nicht für bereit: "Es wäre eine vorschnelle Entscheidung und würde mich nirgends hinführen", erklärt er klipp und klar. Zwar würde man als Formel-1-Fahrer sofort ins Rampenlicht katapultiert, "ich bevorzuge aber, Aufmerksamkeit für Siege zu bekommen. Wenn ich in die Formel 1 gehe, will ich dort gewinnen."

Der große Verlierer des Toro-Rosso-Poker heißt Antonio Felix da Costa - er war als aussichtsreichster Red-Bull-Junior als Favorit auf das Cockpit gehandelt worden. Am Montagabend verkündete der Portugiese via Twitter: "Es tut weh, aber ich freue mich für Daniil und über die Tatsache, dass es bei Red Bull in der Familie bleibt. Ich liebe euch alle, meine Unterstützer und Fans, eure Unterstützung war unglaublich. Es ist nicht vorbei." Er sei jetzt auf der Suche nach einem neuen Mitbewohner", so Felix da Costa weiter. Der baldige Ex-Zimmergenosse Kwjat selbst dankt ihm beim Kurznachrichtendienst für die gemeinsame Zeit.

News aus anderen Motorline-Channels:

Weitere Artikel:

Reaktion auf Eklat-Statement

Colapinto reagiert auf Jeremy Clarkson

"Bestrafen, weil er Argentinier ist" - Mit diesen Worten hat Jeremy Clarkson bei der Formel 1 in Austin für Ärger gesorgt - Franco Colapinto reagiert nach dem Rennen

Was sich jetzt ändern soll

FIA eröffnet neue F1-Kommandozentrale

Kann künstliche Intelligenz für einheitlichere Entscheidungen in der Formel 1 sorgen? Die FIA setzt auf ein neues Kontrollzentrum mit moderner Technik

"Nicht erlaubt, nicht ermöglicht"

Wurde BMW um seine Titelchance gebracht?

Marco Wittmann fühlt sich um seine DTM-Titelchance gebracht und ärgert sich über die BoP: Hätte man den BMW nach dem Samstag besser einstufen müssen?

Was FIA-Präsident verraten hat

Neue F1-Antriebe schon 2030?

Kommt der V8-Antrieb schneller zurück als gedacht? Der FIA-Präsident kündigt für 2030 eine neue Antriebsgeneration an, aber ein Nebensatz sorgt für Zweifel

Offiziell: F1 in Ruanda

Ruanda-Deal - ohne konkreten Zeitpunkt

Die Rückkehr der Formel 1 nach Afrika ist offiziell beschlossen - Die Königsklasse wird in den kommenden Jahren in Ruanda fahren, sobald es dort eine Strecke gibt