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Formel 1: News

5,41 Millionen Euro Verlust für Williams

Die in Frankfurt notierte Williams AG schließt 2012 mit einem Verlust in Millionenhöhe ab, kann ihren Umsatz aber um 21 Prozent steigern.

Die seit März 2011 an der Frankfurter Börse notierte Aktiengesellschaft Williams Grand Prix Holdings PLC, deren Kerngeschäft immer noch das gleichnamige Formel-1-Team ist, schrieb im Geschäftsjahr 2012 einen Verlust von 4,57 Millionen Britischen Pfund (umgerechnet 5,41 Millionen Euro). 2011 war noch ein Gewinn von 7,83 Millionen Pfund (9,26 Millionen Euro) erwirtschaftet worden.

Gleichzeitig gelang es Williams allerdings, den Umsatz der gesamten Gruppe von 104,54 auf 126,97 Millionen Pfund (150,14 Millionen Euro) zu steigern. Dafür, dass unterm Strich trotzdem ein Verlust stehenbleibt, sind übrigens vor allem die Schwesternfirmen des Formel-1-Teams verantwortlich - bekanntlich investiert Williams weiterhin, um die Geschäftsfelder der Gruppe auszubauen. Neben dem Rennstall gibt es daher noch die Firmen Williams Advanced Engineering, Williams Hybrid Power Limited und das Williams Technology Centre in Katar.

Freundlicher würde die Williams-Bilanz unter Berücksichtigung einer Sonderzahlung von Bernie Ecclestone in der Höhe von 9,4 Millionen Pfund (11,1 Millionen Euro) aussehen, doch diese darf aus bilanztechnischen Gründen noch nicht ausgewiesen werden. Denn: "Dieser Eingang könnte nur verfallen, wenn das Team vor 31. Dezember 2015 freiwillig aus der Formel 1 aussteigt", erklärt der Williams-Vorsitzende Nick Rose in seinem offiziellen Bilanz-Statement. Aufgrund des Verlusts wird an die Williams-Aktionäre übrigens wieder keine Dividende ausgeschüttet.

Bestbezahlter Direktor war 2012 Geschäftsführer Alex Burns mit einer Jahresgage von 310.184 Pfund (366.800 Euro). Teamchef Frank Williams kassierte umgerechnet 230.422, der bereits im März ausgeschiedene Vorstandschef Adam Parr 116.140 und Großaktionär Toto Wolff 41.388 Euro - als am schlechtesten bezahlter von insgesamt zehn Direktoren im Vorstand.

Die Gesamtpersonalkosten der Williams-Gruppe beliefen sich 2012 auf 36,85 Millionen Pfund (43,58 Millionen Euro), was einem Zuwachs von 20,2 Prozent entspricht. Allerdings wurde der Personalstand im gleichen Zeitraum auch von 515 auf 616 Mitarbeiter erhöht (plus 19,6 Prozent). Zusätzlich investierte die Gruppe 51,6 (61,0 Millionen Euro) statt 2011 noch 48,1 Millionen Pfund in den Bereich Forschung und Entwicklung - und es konnten 6.687 Pfund (7.908 Euro) gespendet werden. Das ist immerhin eine Verdreifachung gegenüber 2011.

Die Williams-Aktie, die im März 2011 mit einem Emissionswert von 25 Euro an die Börse gebracht wurde, steht derzeit bei einem Kurs von 21,792 Euro, was einem Minus von 12,8 Prozent entspricht. Das bisherige Allzeit-Tief wurde am 22. August 2011 mit einem Kurs von 12,5 Euro registriert, doch seither legte die Aktie bis Januar 2013 sukzessive an Wert zu - bis zu einem Kurs von zwischenzeitlich 25,5 Euro. Erst mit dem sportlich enttäuschenden Beginn der laufenden Formel-1-Saison wurde der Trend wieder nach unten korrigiert.

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