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Formel 1: News

Zwischen Tee und Simulator

Die dreiwöchige Pause zwischen Bahrain und Spanien lässt Ruhe in die Formel-1-Welt einkehren - rennfreie Zeit wird im Simulator überbrückt.

Vier Rennen in fünf Wochen - der Saisonstart der Formel 1 hatte es bereits in sich. Zwischen Mitte März und Mitte April absolvierten die Piloten bereits mehr als ein Fünftel der 19 Rennen umfassenden Saison.

An der Spitze der Fahrerwertung konnte Sebastian Vettel gemütlich in die dreiwöchige Rennpause vor dem Europaauftakt gehen. Mit zehn Punkten mehr als Verfolger Kimi Räikkönen und bereits 30 Zähler Vorsprung auf Dauerrivale Fernando Alonso konnte Vettel seine Beine hochlegen.

Weniger entspannt dürfte Mercedes-Pilot Nico Rosberg in die Pause zwischen Bahrain und Spanien gegangen sein. Mit lediglich 14 WM-Punkten liegt der Deutsche momentan nur auf Position neun der Fahrerwertung und deutlich hinter Teamkollege Lewis Hamilton, der nach vier Rennen überraschend WM-Dritter ist. Die Nullrunden in Australien und China sowie das schwache Abschneiden in Bahrain warfen den gebürtigen Wiesbadener zurück.

Rosberg zu Besuch in Brackley

Doch für die anstehenden Rennen ist er zuversichtlich. Das erste Podium der Saison soll nur eine Frage der Zeit sein. "Ich war zwischen den beiden Rennen in der Fabrik und habe mich mit den Ingenieuren unterhalten. Wir haben besprochen, was wir bisher gelernt haben und was wir besser machen können. Zudem war ich im Simulator und habe ein paar neue Entwicklungen getestet", schildert Rosberg.

"Ich habe auch die Aerodynamik-Abteilung besucht und mir angesehen, womit sie sich gerade beschäftigen, wie sich das Auto verbessert und wie das Auto für die kommende Saison aussieht." Vor dem fünften WM-Lauf der Saison führt Rosbergs Weg erst einmal nach Hockenheim: Beim DTM-Saisonauftakt möchte er das Team mit seiner Anwesenheit zum Sieg führen. "Ich werde die DTM besuchen, worauf ich mich freue. Dort werde ich Mercedes unterstützen. Danach geht es nach Barcelona zum nächsten Rennen", so Rosberg.

Alonso: Großer Spaß im Simulator

Ferrari-Pilot Alonso ging durch die Probleme in Bahrain nicht auf dem angestrebten Hoch in die Pause vor seinem Heimrennen in Barcelona. Zudem ist der Kurs in Barcelona kein besonders gutes Pflaster für den Mann aus Oviedo: Lediglich einen Sieg konnte Alonso bisher auf der Traditionsstrecke feiern . Dieser liegt aber bereits sieben Jahre zurück. Umso fleißiger war der Spanier in der Pause zwischen dem vierten und fünften Rennen der Saison.

"Zwei weitere Stunden im Simulator sind abgeschlossen. Es war ein interessanter Test. Bald werden wir nasse Strecken simulieren. Was für ein Spaß!", twittert Alonso. Am Ferrari des Spaniers muss im Vergleich zu 2012 momentan nicht so intensiv gearbeitet werden, zählt der F138 momentan zu den stärksten Autos im Feld. Anders sieht es derzeit bei McLaren aus. Die Briten kommen mit dem MP4-28 einfach nicht auf Touren.

Button: Momentan nur WM-Zehnter

Lediglich 23 Punkte sammelten Jenson Button und Teamkollege Sergio Perez bisher. Vom angestrebten Titel ist man im Moment meilenweit entfernt. In der Herstellerwertung muss man sich sogar hinter Force India anstellen und ist nur noch sechste Kraft und damit das schwächste Mercedes-Team im Feld. Teamleader Button bringt das aber offensichtlich nicht aus der Ruhe.

"Ich genieße ein paar Tage Erholung, bevor es wieder von neuem verrückt wird. Eine Tasse Tee in der Hand und Jessica in der Küche. Perfekt!", textet der Brite via 'Twitter'. Zudem freute sich der durchtrainierte Hobby-Athlet über neue Teile für sein Triathlon-Rad, die er in der Pause testen konnte. Mangelnde Fitness muss sich Button nicht vorwerfen lassen.

Wie erwartet ohne Punkte ging Rookie Giedo van der Garde in die Zwangspause vor dem Europaauftakt. Dafür durfte sich der Niederländer über die Feierlichkeiten in seiner Heimat freuen. "Nach einem schönen Tag in Holland, an dem wir die Thronfolge gefeiert haben, kam ich in Paris an, um einen Filmdrehtag in Magny-Cours einzuschieben. Was für ein Leben!", schreibt der Caterham-Pilot seinen 'Twitter'-Followern.

Und auch Susie Wolff nutzte die Zeit, um ihrem Team auf die Sprünge zu helfen. Williams zählt neben Caterham und Marussia zu den drei Teams, die bisher noch keine Punkte holen konnten. "Ich bin auf dem Heimweg von einem Aerodynamik-Test. Zum Glück war ich mental im Stande, es durchzuziehen", scherzt sie. "Ich hoffe, ihr habt alle die Diskussion bei BBC Radio 5 verfolgt. Da gab es interessante Ansichten über Frauen im Motorsport."

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