MOTORSPORT

  • Motorline auf Facebook
  • Motorline auf Twitter
Formel 1: News

Jetzt wird’s eng für Bernie

Bernie Ecclestone könnte durch einen Deal mit dem britischen Finanzamt eine Summe von fast 1,5 Milliarden Euro umgangen haben.

Bernie Ecclestone sorgt derzeit nur selten für sportliche Schlagzeilen. Umso mehr wird jedoch über seinen aktuell laufenden Bestechungsprozess vor dem Landesgericht München berichtet. Davon ab kommt nun ans Licht, dass der 84-Jährige möglicherweise fast 1,5 Milliarden Euro an Steuergeldern umschifft haben könnte. Es wäre der bedeutendste Steuertrick in der Geschichte Großbritanniens.

Wie die 'BBC' berichtet, war der Trick offenbar das Ergebnis eines geheimen Deals mit der HMRC - die Steuerabteilung der britischen Regierung. Teil der Vereinbarung sei gewesen, dass Ecclestone lediglich eine Summe von 10 Millionen Pfund - umgerechnet etwas mehr als 12 Millionen Euro - hat zahlen müssen, beruft sich der britische Sender auf gesetzliche Protokolle.

1995 hatte sich Ecclestone die lukrativen TV-Rechte der Formel 1 gesichert. Wenig später bewegte er den finanziellen Gewinn ins Ausland und übertrug die Rechte an seine damalige Ehefrau Slavica. Sie wiederum legte das Geld in den Familien-Trust in Liechtenstein, um ihn später mit enormem Profit zu verkaufen - ohne britische Steuern abzuführen.

Weil Ecclestone den Trust weder ins Leben gerufen hat noch kontrollierte, scheint der Plan vollkommen wasserdicht und legal zu sein. Hätte er das jedoch getan, hätte er möglicherweise knapp 1,5 Milliarden Euro Steuern entrichten müssen, wie der Brite selbst einräumt. Eine Anwältin, die dem Formel-1-Boss beim Bambino-Trust half, Frederique Floumoy, erklärte kürzlich: "Im Sommer 2008 hat das Finanzamt angeboten, die Sache mit einer Zahlung von 10 Millionen Pfund zu beschließen. Wir haben uns entschieden, das Geld zu bezahlen."

10 Millionen Pfund - eine Summe, die der Familien-Trust laut Floumoy ungefähr alle sechs Wochen verdient. Ecclestone betont, er habe sich damals über Bambino von seinem Vermögen getrennt, um die Steuergesetze für sein Erbe zu umgehen, die zu jener Zeit "sehr unfair" gewesen seien. Er habe stets einen fairen Anteil Steuern bezahlt - im vergangenen Jahr nach eigenen Angaben über 60 Millionen Euro - und sei stolz, Brite zu sein und seinen Beitrag durch seine Steuerzahlungen leisten zu können.

Ähnliche Themen:

News aus anderen Motorline-Channels:

Weitere Artikel:

Offiziell: F1 in Ruanda

Ruanda-Deal - ohne konkreten Zeitpunkt

Die Rückkehr der Formel 1 nach Afrika ist offiziell beschlossen - Die Königsklasse wird in den kommenden Jahren in Ruanda fahren, sobald es dort eine Strecke gibt

DTM-Rennen Hockenheim 2

Thomas Preining ist DTM-Champion 2026!

Thomas Preining ist DTM-Champion 2026: Dem Manthey-Pilot reicht der dritte Platz hinter Maro Engel und Teamkollege Ricardo Feller, um seinen zweiten Titel zu feiern

F1 vor Rückkehr nach Afrika

Deal für Ruanda kurz vor Abschluss

Die Anzeichen dafür, dass die Formel 1 2030 einen Grand Prix in Ruanda austragen wird, verdichten sich - WurzDesign plant Rennstrecke in der Nähe von Kigali

GP der USA: Bericht

Kimi Antonelli gewinnt in Austin

P4 für Hamilton beim Grand Prix der USA, P8 für Russell: Kimi Antonelli hat nach seinem nächsten Sieg neun von zehn Fingern am WM-Pokal 2026