MOTORSPORT

  • Motorline auf Facebook
  • Motorline auf Twitter
Formel 1: News

Kritik am Turbosound von allen Seiten

Rennlegende Mario Andretti kritisiert, dass sich die Formel 1 mit dem Sound die Identität genommen hat und stößt sich auch am begrenzten Spritverbrauch.

Mario Andretti gilt als die US-amerikanische Rennlegende schlechthin: Der Formel-1-Weltmeister 1978 erlebte die 1960er-, 1970er- und 1980er-Jahre als aktiver Grand-Prix-Pilot, in den 1990er-Jahren hatte sein Sohn Michael Andretti zumindest ein kurzes Formel-1-Intermezzo. Und im vergangenen Jahrzehnt testete Neffe Marco Andretti für Honda.

2014 geht die Formel 1 mit den größten Reglementänderungen der Geschichte in eine neue Ära. Was hält der alte Rennhaudegen von der neuen Königsklasse? Der US-Amerikaner vermisst den alten Sound, wie er gegenüber GPUpdate.net klarstellt: "Der wirklich einzigartige Sound der Formel 1 wurde durch einen Verbrennungsmotor mit 18.000 Umdrehungen in der Minute kreiert. Das war der glorreichste Sound, den die Formel 1 je produziert hat - da kam keine andere Serie ran. Aber jetzt ist es nicht Besonderes mehr."

Der 74-Jährige hält auch nichts von Versuchen, die Lautstärke mittels Sounddesign zu erhöhen: "Mir ist egal, was man mit einem Turbomotor macht - man wird diesen Sound einfach nicht bekommen." Ihm ist zwar bewusst, dass das Motorengeräusch "vielleicht fünf Prozent" des Erlebnisses auf der Tribüne ausmacht, aber der alte Sound war für die Formel 1 "ein Erkennungsmerkmal". An die leisere Formel 1 werde man sich "vermutlich aber gewöhnen".

Auch die enormen Einschränkungen beim Verbrauch - ab dieser Saison haben die Motoren um ein Drittel weniger Sprit zur Verfügung - stoßen bei Andretti auf wenig Begeisterung: "Wenn man zu Rennen wie Monza oder Spa kommt, wo es viele Geraden gibt, dann wird man - sollte es keine Safety-Car-Phase geben - die letzten zehn Runden wahrscheinlich mit Halbgas fahren", kritisiert er. "Der Verbrauch wird im Vordergrund stehen, nicht der Konkurrenzkampf."

Seiner Meinung hätte man mit den drastischen Einschränkungen ein Jahr länger warten sollen, um den Herstellern und Teams mehr Zeit zu geben, damit sie sich einstellen können. "Sie waren mit diesen Regeln sehr ambitioniert", sagt Andretti. "Wenn es was zu kritisieren gibt, dann wäre das für mich ein Bereich, der Kritik verdient."

News aus anderen Motorline-Channels:

Formel 1: News

Weitere Artikel:

In Erinnerung an Dietrich Mateschitz

DM01 ist erster Red-Bull-Motor mit Ford

"Sein Traum": Red Bull benennt die erste eigene F1-Antriebseinheit in Kooperation mit Ford zu Ehren von Red-Bull-Gründer Dietrich Mateschitz

Wirbel vor den F1-Tests: Ein Schlupfloch im 2026er-Reglement sorgt für Streit - Mercedes und Red Bull stehen im Fokus, die FIA ruft zum Krisentreffen

Energie-Management in der F1?

Albon: Formel 1 2026 wie die Formel E

Die Formel 1 startet 2026 in eine neue Ära: Fahrer müssen die Fahrweise anpassen und ihre Energie managen - Alexander Albon sieht sogar Parallelen zur Formel E

Finale Lackierung vorgestellt

So startet Audi in die neue F1-Ära

Audi hat in Berlin die Lackierung für sein erstes eigenes Formel-1-Auto vorgestellt, die dem präsentierten Designkonzept ähnelt - 2026 regelmäßig Punkte?

MotoGP 2026: Aprilia

Aprilia enthüllt RS-GP26

Aprilia Racing startet 2026 nicht nur mit neuer Optik, sondern mit dem Selbstverständnis eines Titelanwärters in die neue MotoGP-Saison