MOTORSPORT

  • Motorline auf Facebook
  • Motorline auf Twitter
Formel 1: News

Mateschitz macht Druck

Red-Bull-Chef Dietrich Mateschitz hält den Druck auf Antriebspartner Renault hoch: „Alternativen gibt es natürlich immer“.

Nach dem überraschenden Sieg von Daniel Ricciardo beim vergangenen Grand Prix von Kanada gibt sich Red-Bull-Boss Dietrich Mateschitz keinerlei Illusionen hin. Der Österreicher weiß, dass seine Mannschaft immer noch ein gutes Stück hinter den bislang oft dominanten Mercedes zurückliegt. Der Red-Bull-Besitzer macht also weiter Druck. Nach dem bevorstehenden Heimspiel der "Bullen" in Spielberg soll gemeinsam mit Renault eine Bilanz gezogen werden.

"Und dann wird sich entscheiden, ob es beim bestehenden Motor noch Entwicklungspotenzial gibt oder ob es einer Neuentwicklung bedarf, um den Mercedes-Standard zu erreichen", erklärt Mateschitz in der Kleinen Zeitung seine Haltung, bevor die Techniker einen Abschlussbericht über das Potenzial des Renault-Antriebs vorlegen. "Alternativen gibt es natürlich immer", stellt der Österreicher klar. Gerüchte über einen möglichen Wechsel des Antriebspartners und um den etwaigen Bau eines eigenen Aggregats gibt es seit Wochen.

"Einen Kundenmotor von Mercedes sehe ich für Red Bull Racing aber eher nicht. Denn Mercedes will in den nächsten Jahren selbst Weltmeister werden", meint Mateschitz. Kaum denkbar, dass Mercedes seinen bislang überzeugenden Antrieb an die direkte Konkurrenz geben würde, auch wenn der Red-Bull-Boss die Chancen auf die Weltmeisterschaft in diesem Jahr für äußerst gering hält. "Lewis Hamilton wird Weltmeister", legt sich der erfolgreiche Geschäftsmann fest.

Im Lager von Red Bull Racing gibt es auch positive Momente. Der Sieg von Ricciardo war einer, das gesamte Auftreten des Webber-Nachfolgers ohnehin. "Sein Einstieg war ohne Frage fulminant. Bis heute keine Spur eines Fehlers, sehr schnell, von seinem Charisma und seiner gewinnenden Persönlichkeit ganz abgesehen", lobt Mateschitz den Aufsteiger aus dem Red-Bull-Racing-Kader, der bislang dem amtierenden Champion Vettel oftmals um die Ohren fuhr.

"Sebastian hat schließlich bis dato lediglich zwei Rennen ohne technische Defekte oder anderes Pech fahren können", zeigt Mateschitz Mitgefühl. Bei Vettel saß der Frust oft tief. Zwischenzeitlich bezeichnete er sein Arbeitsgerät sogar als Gurke. "Mit der Gurke hat er den Motor beziehungsweise die gesamte Antriebseinheit unseres Autos gemeint. Und das auch durchaus zurecht. Das Auto selbst ist hervorragend, strategisch ist noch kein Fehler passiert. Beides weiß Sebastian auch."

Ähnliche Themen:

News aus anderen Motorline-Channels:

Weitere Artikel:

"Müssen über Strafen nachdenken"

Absichtliche DTM-Ausfälle am Samstag?

Absichtliche Ausfälle am Samstag sorgen in der DTM für Ärger: Warum die Teams zu diesem Schritt greifen und welche Wege es gibt, das zu unterbinden

Marc Marquez (Ducati) feiert seinen achten MotoGP-Sieg im MotorLand Aragon - Pedro Acosta (KTM) und Marco Bezzecchi (Aprilia) müssen sich geschlagen geben

Kimi Räikkönens Sohn Robin wird Red-Bull-Junior - Über den Nachwuchs der Bullen schafften es bereits Fahrer wie Max Verstappen oder Sebastian Vettel in die Formel 1

Auer schreibt Geschichte

Auer vorzeitig Endurance Champion!

Lucas Auer schrieb am Sonntag auf dem Nürburgring Geschichte: Mit seinen Winward Racing Teamkollegen Maro Engel (D) und Luca Stolz (D) gelang es ihm, erstmals in der Historie der GT World Challenge den Endurance Cup Titel vorzeitig einzufahren!

Hommage an Michael Schumacher

So sieht der Ferrari SF-26 in Monza aus!

Ferrari hat das Sonderdesign des SF-26 für den Großen Preis von Italien in Monza enthüllt: Die Farbgebung ist inspiriert vom 1996er-Boliden von Michael Schumacher