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Formel 1: Analyse

Brasilien GP nur noch auf Einladung

Sponsoren kaufen große Ticketkontingente für den Grand Prix von Brasilien, wodurch für normale Fans nur wenige Karten übrig bleiben.

Eintrittskarten für ein Formel-1-Rennen sind ein teueres Vergnügen. Wie unerschwinglich es sein kann, zwei Stunden die "Königsklasse des Motorsports" hautnah zu erleben, wird Jahr für Jahr beim Grand Prix von Brasilien deutlich, wenn die Boliden vor der Kulisse der Armenviertel São Paulos ihre Runden drehen. Lokalmatador Felipe Massa befürchtet, dass im Publikum nicht mehr die wahren Fans sitzen: "Die meisten Leute, die an die Strecke kommen, werden von jemanden eingeladen", so der Williams-Pilot.

Damit meint Massa Sponsoren, die längst einen großen Teil der Sitzplätze aufgekauft haben und die Karten als Gefälligkeiten an Partner, Mitarbeiter und Kunden ausgeben. "Wenn sie nicht an der Geraden oder der Gegengeraden sitzen, kommen alle wegen eines Sponsors", unterstreicht der Paulista mit Blick auf die Holztribüne gegenüber der Boxengasse, die während des Rennens bebt. Er macht für die neue Praxis die Preise möglicherweise mitverantwortlich: "Es kann sein, dass die Tickets zu teuer sind."

Eine ähnlich spektakuläre Atmosphäre erwartet Massa bei der Premiere des neuaufgelegten Grand Prix von Mexiko zwei Wochen zuvor: "In Austin sind 40 Prozent der Zuschauer Mexikaner. Das zeigt, wie begeistert die Menschen von Motorsport sind", blickt er voraus, freut sich aber besonders auf den Auftritt im Autodromo Jose Carlos Pace: "Ich bin immer hochmotiviert, aber zu Hause ist es natürlich nochmal ein Extraschub", so Massa.

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