MOTORSPORT

  • Motorline auf Facebook
  • Motorline auf Twitter
Formel 1: News

„Früher musste man wirklich arbeiten“

Allan McNish begrüßt den Plan der Strategiegruppe, die Leistung der Formel-1-Autos deutlich zu erhöhen: "Sie müssen schwieriger zu fahren sein".

Motoren mit 1.000 PS: Das ist nach Ansicht der Strategiegruppe der richtige Weg, um die Formel 1 wieder spektakulärer und damit auch populärer zu machen. Nach den Vorstellungen der Gruppe könnten die Boliden ab der Saison 2017 durch die höhere Leistung für ein völlig neues Fahrerlebnis sorgen. Das wäre ganz nach dem Geschmack der ehemaligen Formel-1-Piloten Allan McNish.

"Sie brauchen mehr Leistung und müssen schwieriger zu fahren sein", formuliert der Schotte gegenüber Autosport seine Vorstellung von der nächsten Generation der Formel-1-Autos. "Dann werden die Fahrer auch körperlich mehr gefordert. In dieser Beziehung sind die Autos heute viel einfacher zu fahren als früher."

Genau das ist nach Ansicht McNishs eines der großen Probleme, die zur sinkenden Popularität der Formel 1 beigetragen habe. "Früher musste man wirklich arbeiten. Man muss sich nur an Nigel Mansell zu dieser Zeit erinnern", sagt er. Vor 30 Jahren stiegen nicht nur Fahrer wie Mansell, der kein Fitnessfanatiker war, nach den Rennen regelmäßig völlig erschöpft aus den Autos. "Das ist heute nicht mehr der Fall. Es geht nur noch um Strategie und Effizienz", beklagt McNish.

Das führe dazu, dass die aktuellen Formel-1-Autos für Nachwuchspiloten keine große Herausforderung mehr darstellen. Zu dieser Erkenntnis gelangte McNish im vergangenen Juli bei der Betrachtung des Tests in Silverstone. "Dort gab es drei oder vier Rookies, die aus einer kleineren Klasse kamen und auf Anhieb schnell waren." Dass es solche Talente gibt, will McNish nicht ausschließen, allerdings falle der Einstieg in die Formel 1 Nachwuchsfahrern heute etwas zu leicht.

"Es gibt immer mal besondere Fahrer wie Kimi Räikkönen, der aus der Formel Renault kam oder meinetwegen auch Max Verstappen, der aus der Formel 3 kommt, aber ich glaube nicht dass es davon drei oder vier aus einmal gibt."

News aus anderen Motorline-Channels:

Weitere Artikel:

Übergabe der Trophäen an alle Sieger:innen, an die Motorsportler des Jahres 2025 sowie erstmals Vergabe von acht Ehrenpreisen für besondere Leistungen

"Vorfreude umso größer"

Habsburg fährt auch 2026 für Alpine

Während Mick Schumacher die WEC und Alpine in Richtung IndyCar verlassen hat, bleibt Ferdinand Habsburg für drittes Jahr im französischen Werksteam an Bord

Energie-Management in der F1?

Albon: Formel 1 2026 wie die Formel E

Die Formel 1 startet 2026 in eine neue Ära: Fahrer müssen die Fahrweise anpassen und ihre Energie managen - Alexander Albon sieht sogar Parallelen zur Formel E

Ducati hat die Karten auf den Tisch gelegt: Beim offiziellen Launch präsentierte sich das Werksteam für die MotoGP-Saison 2026 selbstbewusst und ambitioniert

Die Racing Bulls zeigen in Detroit ihr neues Design für 2026: Zu dem bisherigen Weiß kommen blaue Flächen als Anspielung auf Motorenpartner Ford