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Formel 1: News Grand Prix von Südkorea, Yeongam, 2013, Felipe Massa, Ferrari F138

Südkorea aus Kalender gestrichen

Das Rennen in Südkorea wird laut offiziellem FIA-Kalender wie erwartet nicht stattfinden - die Hintergründe sind aber weiterhin unklar.

Der für den 3. Mai geplante Grand Prix von Südkorea wurde diese Woche wie erwartet aus dem Formel-1-Rennkalender für die Saison 2015 gestrichen. Dies geht aus einer Veröffentlichung auf der Webseite des Automobilweltverbandes FIA hervor, eine offizielle Stellungnahme zu den Gründen für den Rückzug gab es allerdings nicht. Seit einiger Zeit war jedoch vermutet worden, dass es sich um einen Trick bezüglich des Reglements gehandelt haben könnte.

Im Verdacht steht wieder einmal Bernie Ecclestone, der auf den Termin bestanden haben soll, um mit 21 Rennen Renault und Ferrari unter die Arme zu greifen. Laut Reglement sind nicht vier, sondern fünf Antriebseinheiten pro Saison erlaubt, wenn die Anzahl der Rennen in der Meisterschaft nach ursprünglicher Planung 20 übersteigt. Das heißt: Auch wenn das von Anfang an mit Fußnote zur ausstehenden Bestätigung versehene Südkorea jetzt gestrichen ist, greift der entsprechende Passus im Regelwerk.

Zuletzt brachte Ecclestone – nach einer Welle der Entrüstung ob der Tricksereien – eine zweite Theorie in Umlauf: "Wir mussten sie in den Kalender aufnehmen. Wenn wir es nicht getan hätten, hätten sie uns verklagen können", ließ der Brite vor rund einem Monat wissen. Ein gültiger Vertrag mit den Verantwortlichen wurde offenbar ebenfalls unterzeichnet.

"Sie waren ein Jahr draußen und es gab die Vereinbarung, dass sie wieder zurückkommen würden", so Ecclestone weiter. Der 2015er-Termin nur eine Woche vor dem Europa-Auftakt in Barcelona war jedoch ein eindeutiges Zeichen, dass die Sache nie ernsthaft in Erwägung gezogen wurde. Schließlich wäre die entsprechende Logistik für die Teams kaum zu bewältigen.

Der Grand Prix war nach vier Austragungen auf dem Korean International Circuit in der Hafenstadt Yeongam zwischen 2010 und 2013 aus dem Kalender gestrichen worden. Das Zuschauerinteresse an der Strecke war niedrig, die Hotelsituation katastrophal, und das Rennen mit einem Verlust von etwa 170 Millionen Euro defizitär. Immer wieder mussten öffentliche Gelder in die Hand genommen werden, um die teuere Veranstaltung überhaupt zu ermöglichen. Auch die Begeisterung im Formel-1-Tross hielt sich sehr in Grenzen.

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