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Wieder mal "Schlupfloch-Ärger"? Wird Honda protestieren?

Ferrari und Renault fanden Schlupfloch im Regelwerk – sie dürfen wie Mercedes während der Saison die Motoren weiterentwickeln. Honda jedoch nicht…

Die Bemühungen von Ferrari und Renault um eine Lockerung des Technischen Reglements hinsichtlich der Antriebsentwicklung haben sich ausgezahlt. Ursprünglich - so die allgemeine Annahme - hätten die Antriebshersteller ihre Modifikationen an den V6-Turbo-Triebwerken bis zum 28. Februar abnehmen lassen müssen und mit den abgenommenen Triebwerken die Saison 2015 bestreiten müssen.

Nun aber gibt man beim Automobil-Weltverband (FIA) zu, dass eine endgültige Homologation der Antriebseinheiten vor dem Saisonauftakt gar nicht explizit im Reglement festgehalten ist. "Es war stets vorgesehen, aber nicht ausdrücklich im Reglement verankert, dass die Hersteller ihre Modifikationen im Rahmen der vorgegebenen Regeln vornehmen und ihren 2015er-Motor zum ersten Rennen einreichen müssen. Wenn man sich das Regelwerk durchliest, ist davon leider keine Rede", so ein FIA-Sprecher gegenüber Autosport.

Die Folge: Jetzt, da der Stichtag 28. Februar nicht mehr greift, haben die Motorenhersteller die Freiheit, bis zu 48 Prozent (entspricht 32 der 66 sogenannten Token) ihrer Antriebseinheit auch später im Jahr zu modifizieren. Dies wird vor allen von den Mercedes-Jägern begrüßt. So plant bei Ferrari nun eine stufenweise Modifikation des Verbrennungsmotors und des Elektromotors. Nach Informationen von Auto, Motor und Sport hätten die Italiener bis Ende Februar ohnehin nur 27 der 32 Token geschafft.

Die Regel greift - Stand heute - allerdings nicht für Neueinsteiger Honda. Die Japaner, die in diesem Jahr wieder mit ihrem ehemaligen Erfolgspartner McLaren zusammenspannen, befinden sich in der Situation, in der Mercedes, Ferrari und Renault 2014 waren.

"Da die bestehenden Antriebshersteller die Auflage hatten, ihre Antriebseinheiten bis zum 28. Februar 2014 zu homologieren, wäre es nur fair und angemessen, wenn ein neuer Hersteller seine Antriebseinheit bis zum 28. Februar 2015 homologieren muss. Deshalb sehen wir dies als eine Voraussetzung für einen neuen Antriebshersteller an", wird FIA-Rennleiter Charlie Whiting von Autosport zitiert.

Es bleibt abzuwarten, ob man sich bei McLaren-Honda mit dem aktuellen Stand der Dinge zufrieden gibt oder ob man gegen die größeren Entwicklungsfreiheiten der Konkurrenz Protest einlegt.

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