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F1-Test: Barcelona 2

Hamilton: „Mercedes noch stärker als im Vorjahr“

Lewis Hamilton hat keine guten Nachrichten für die Rivalen: Trotz unauffälliger Zeiten beim Test sieht er Merceds in einer besseren Lage als 2015.

Den ganzen Testtag lang blieb Mercedes einmal mehr unauffällig, doch die wahre Drohung folgt beim Interviewtermin in der Silberpfeil-Hospitality: Weltmeister Lewis Hamilton glaubt, dass sein Rennstall dieses Jahr "in einer noch stärkeren Position als im Vorjahr" ist. "Das Auto scheint ziemlich ähnlich zum Vorjahr zu sein, aber es fühlt sich schon an, als hätten wir einen weiteren Schritt gemacht", beschreibt der Brite seinen Eindruck vom neuen F1 W07.

Sein Rennstall sei auf den Saisonstart in Melbourne dieses Jahr außerdem besser vorbereitet, weil man bei den Tests mehr Kilometer als 2015 abgespult hat - außerdem sieht er Fortschritte, "was das Verständnis des Autos betrifft". Am vorletzten Tag der Wintertests trat Mercedes nur in Hinblick auf die Rundenanzahl in Erscheinung: Während sich Nico Rosberg in seinen 81 Runden mit einem Rückstand von 1,361 Sekunden auf Rang fünf einreihte, wurde Hamilton in 63 Umläufen Elfter, 3,723 Sekunden hinter der Bestzeit von Ferrari-Pilot Kimi Räikkönen.

Doch Hamilton gibt in Anbetracht der schlechten Platzierung Entwarnung: Der 31-Jährige hat sich ausschließlich auf seine Rennsimulation konzentriert. Und lässt eine weitere Drohung folgen: Während die Konkurrenz schon eifrig fürs Qualifying übt und die Ultrasoft-Reifen aufziehen lässt, "haben wir noch nicht ans Limit gepuscht, keine Quali-Runden, nur ein paar schnelle Runden. Ich bin drei, vier Runden in Angriffsmodus gefahren was den Sprit betrifft."

Mercedes scheint sich also seiner Sache sicher zu sein, denn bislang konzentrierte man sich ausschließlich auf die Rennen. "Wir sind viele Rennsimulationen gefahren", bestätigt Hamilton. "Ich bin total bereit, ein Rennen zu fahren, die Reifen zu managen, alle Vorgänge und so weiter. Wir haben sogar den Funk geübt. Jetzt müssen wir das Auto noch am Limit verstehen lernen. Das habe ich bisher noch nicht gemacht. Hoffentlich werden wir das morgen in der Früh noch machen."

Und auch der ungewöhnliche Mercedes-Strategie, an jedem Testtag beide Fahrer einzusetzen, weil angesichts der Marathon-Distanzen die Belastung höher ist, kann Hamilton einiges abgewinnen, auch wenn er dadurch weniger Freizeit hat: "Es war großartig, die Testtage aufzuteilen. So fühlt es sich an, als ob wir an acht Tagen anstelle von nur vier testen würden."

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