MOTORSPORT

  • Motorline auf Facebook
  • Motorline auf Twitter
Formel 1: Interview

Räikkönen über sein Rallyeintermezzo

Der finnische Ferrari-Fahrer Kimi Räikkönen erklärt, wieso der Rallyesport für Rundstreckenpiloten eher Chance als Risiko darstellt.

Ausflüge in andere Motorsportarten sind für Piloten der Formel-1-WM selten geworden – und zudem ein schmaler Grat: Ihre Teams sehen die Gaststarts unter anderem aus wirtschaftlichen Überlegungen nicht gerne. Sie selbst laufen Gefahr, sich zu verletzten oder zu blamieren. Dennoch ist Kimi Räikkönen überzeugt, dass sein Intermezzo in der Rallyeweltmeisterschaft in den Jahren 2010/11 ein Segen für seine Karriere gewesen sei. "Natürlich ist es gefährlich, aber man kann sich überall verletzten", sagt er gegenüber F1i.

Der Finne betont, dass das Fahren weitgehend unbekannter und nicht einsehbarer Strecken die Instinkte eines Rennfahrers schulen würde, wenn der Aufschrieb des Co-Piloten die einzige Orientierung ist: "Es lehrt einem viel, weil man präzise und sehr konzentriert sein sowie immer zuhören muss", erklärt Räikkönen. Seine selbstverordnete Pause von der Rundstrecke sei dank der Einsätze im eigenen Citroën-Kundenteam kein Nachteil gewesen, weil er so keinen Rost angesetzt habe.

"Mein großer Vorteil war, dass ich immer Rennen gefahren bin. Was auch immer die Leute erzählen mögen: Man lernt dabei sehr viel – sogar, als ich 2009 Rallyes bestritten habe, während ich bei Ferrari war", so der Formel-1-Weltmeister von 2007 weiter. Pikant war damals allerdings, dass er bei der Scuderia keine Erlaubnis eingeholt hatte, bevor er sich in sein Rallyeabenteuer stürzte ...

Als er 2012 sein Grand-Prix-Comeback startete, fühlte er sich jedenfalls topfit. Grund dafür war, dass sich trotz einiger Regeländerungen in der Formel-1-WM nicht allzu viel getan hatte. "Natürlich hatte ich Zweifel, aber ich wusste mehr oder weniger, was mich erwartet. Solange ich weiß, wo beim Auto vorne und hinten ist, wird es schon gutgehen", winkt Räikkönen ab.

Weiteres Selbstvertrauen verschafften ihm Testfahrten eines zwei Jahre alten Lotus-Modells, mit dem er auf Anhieb gut harmonierte: "Natürlich gibt es Fragezeichen, wie sich ein aktuelles Auto anfühlt, aber bei meiner Rückkehr hatte ich wenig Bedenken. Sonst hätte ich nie einen Vertrag unterschrieben."

Ähnliche Themen:

News aus anderen Motorline-Channels:

Formel 1: Interview

Weitere Artikel:

Kurioses Finale in Monaco

Antonelli gewinnt nach Rennabbruch!

Gebrochener Asphalt, Zeitstrafen und Ausfälle von Verstappen und Leclerc, aber Kimi Antonelli lässt sich von all dem nicht aus der Ruhe bringen

GP von Monaco: 2. Fr. Training

Ferrari wieder doppelt vorn

Ferrari belegte wie im ersten Training die ersten beiden Plätze, während Mercedes nicht über die Positionen vier und fünf hinauskam - Frühes Aus für Lando Norris

Wenn der Renn-Samstag beginnt, dann ist er für die Teams und Fahrer genauso durchgetaktet, wie schon die Tage zuvor. Spätestens ab Mittag, wenn die Le Mans Startaufstellung alles versammelt, was im Motorsport Rang und Namen hat, dann weiß man vor allem eines: Man muss die nächsten rund 27 Stunden einfach nur noch 101 Prozent funktionieren.

Hyperpole 24h Le Mans 2026

Caddy-Bestzeit gestrichen - BMW auf Pole!

Jack Aitken verliert die Hyperpole bei den 24 Stunden von Le Mans 2026 wegen Boxenvergehen - LMDh in der Startaufstellung vorn - Aston-Pole in LMGT3

Der brandneue Audi Nuvolari teilt offenbar seine Basis mit dem Lamborghini Temerario: Genau daraus könnte das nächste GT3-Auto von Audi entstehen