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Imola: Kein Einspruch gegen Monza-Deal

Die Offiziellen in Imola haben ihren Einwand gegen Subventionen für die Austragung des Grand Prix von Italien in Monza zurückgezogen.

Nachdem sich die potentiellen Austragungsorte Monza und Imola in diesem Jahr einen Streit über die Zukunft des Grand Prix von Italien geliefert hatten, konnte man nun eine vorläufige Einigung erzielen. Eine Gerichtsverhandlung, die für 26. Oktober 2016 in Rom angesetzt gewesen war, wurde abgesagt, nachdem die Beschwerde der Imola-Offiziellen zurückgenommen worden ist. Somit steht einer Zukunft der Formel-1-WM in Monza nichts mehr im Wege. Offiziell soll der Deal Anfang Dezember finalisiert werden, bevor der WM-Kalender für die Saison 2017 von der FIA abgesegnet wird.

Wie ist es überhaupt zu diesem Rechtsstreit gekommen? Bereits im September hätte es in Monza zur medienwirksamen Unterzeichnung eines neuen Vertrags über den Verbleib des italienischen WM-Laufs auf der Strecke nahe Mailand mit Bernie Ecclestone, Jean Todt und dem italienischen Automobilclub ACI in Person von Angelo Sticchi Damiani kommen sollen, doch auf einer Pressekonferenz wurde lediglich ein Übereinkommen über weitere drei Jahre verlautbart.

Verantwortlich für das vorläufige Scheitern der Ratifizierung war eine Klage aus Imola: Nachdem der Vertrag mit Monza mit dieser Saison ausgelaufen wäre, hat Imola seine Chance gesehen, sich wieder im Formel-1-Kalender zu positionieren. Man war davon überzeugt, dass die staatlichen Finanzhilfen für Monza illegal seien und der Deal nicht im Einklang mit Gesetzen zur Förderung der wirtschaftlichen Stabilität stünde. Außerdem war man überzeugt, dass ein Rennen vor den Toren San Marinos kostengünstiger durchzuführen wäre.

Man schloss also einen Vertrag mit Bernie Ecclestone ab, doch die Rückkehr auf den 4,9 km langen Kurs hätte der Zustimmung des ACI bedurft – die interne Abstimmung fiel aber klar für Monza aus. Auch die italienische Regierung wollte Hilfszahlungen nur für den Fall leisten, dass die Formel-1-WM in Monza bliebe. Ecclestone nutzte den Vertrag prompt als Druckmittel in den Verhandlungen mit Monza. Nach der gescheiterten Gerichtsverhandlung muss er nun nur noch den Vertrag mit den Monza-Betreibern unterzeichnen. Im provisorischen Kalender für die Saison 2017 ist Monza bereits als fixer Austragungsort für das Rennen am 3. September eingetragen.

Das letzte Formel-1-Rennen auf dem Autodromo Enzo e Dino Ferrari hat vor mittlerweile zehn Jahren stattgefunden. Der Präsident des Automobilclubs von Mailand, Ex-Rennfahrer Ivan Capelli (Bild oben), sagte bereits im September, dass die finanzielle Unterstützung des ACI für Monza aus der Sicht der Imola-Betreiber unfair sei. Imola habe ebenfalls ein Anrecht auf diesen Geldbetrag, erklärte der Italiener den Standpunkt der Gegenseite. Insgesamt geht es um 22 Millionen Euro Lizenzgebühr, wovon 17 Millionen der ACI bezahlt; der Rest wird aber von der Region Lombardei beglichen.

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