MOTORSPORT

  • Motorline auf Facebook
  • Motorline auf Twitter
Formel 1: News

Staat soll Silverstone-Rennen retten

Die britische Traditionsrennstrecke spricht mit der Regierung in London, um den Formel-1-Lauf ab 2019 staatlich zu subventionieren.

Die Verantwortlichen in Silverstone befinden sich laut Derek Warwick (Bild oben, links) in Verhandlungen mit der Regierung in London, um einen finanziellen Zuschuss für die Ausrichtung des Grand Prix von Großbritannien über die Saison 2019 hinaus zu erwirken. Wie der Präsident des Streckeneigners, des British Racing Drivers´ Club, erklärte, könnte frisches Geld aus der Hauptstadt die Rettung bedeuten. "Es gibt Licht am Ende des Tunnels", so Warwick.

Öffentliche Zuwendungen stellten allerdings einen Tabubruch dar, denn Silverstone ist neben dem Grand Prix von Österreich in Spielberg, hinter dem bekanntlich ein Großkonzern steht, bislang das einzige Rennen im aktuellen Formel-1-Kalender, das ohne staatliche Subventionen auskommt. Ob potentielle Konkurrenten wie der jüngst von Jonathan Palmers MotorSport Vision übernommene Kurs von Donington Park oder ein angedachtes Stadtkursprojekt in London die Promotergebühr aus eigener Tasche bezahlen könnten, ist jedoch ebenfalls alles andere als sicher.

Nicht nur deshalb ist Warwick optimistisch: "Mein Gefühl sagt mir, dass wir nicht ohne Grand Prix von Großbritannien und nicht ohne Silverstone auskommen. Es wird einen Kompromiss geben, entweder mit Bernie [Ecclestone; Anm.] oder mit den neuen Leuten." Der BRDC-Präsident meint damit den designierten neuen Formel-1-Mehrheitseigner Liberty Media, mit dessen Statthalter Chase Carey er sich bereits getroffen habe.

"Er versteht unser Dilemma – klar, er muss auch noch Geld verdienen, denn davon leben diese Leute", betonte der frühere Rennfahrer. Dessen ungeachtet fehlt es in Silverstone an Kapital, obgleich der Asphalt dringend einer Sanierung bedürfe. Nach mehreren geplatzten Investorendeals dürfte nun die Regierung zum Rettungsanker werden müssen, soll nicht die Ausstiegsklausel aus dem bis 2026 laufenden Formel-1-Vertrag wirksam werden.

News aus anderen Motorline-Channels:

Formel 1: News

Weitere Artikel:

Nikolas Tombazis ist überzeugt, dass die neuen Formel-1-Systeme ab 2026 so gestaltet sind, dass sie sowohl an die Autos als auch an die Strecken angepasst werden können

24h Daytona 2026: Bericht

24h-Hattrick für Porsche #7

Dritter Sieg in Folge für den Penske-Porsche #7 in Daytona - Strategiefehler und starker Cadillac verhindern Doppelsieg - BMW holt überraschenden GT-Sieg

MotoGP 2026: KTM & Tech3

KTM und Tech3 enthüllen die RC1

Mit vier Fahrern, zwei Teams und der weiterentwickelten RC16 will KTM 2026 den nächsten Schritt machen - Nicht nur bei den Fahrern bleibt man sich treu

Letzte Chance für Hamilton?

Ferrari präsentiert den SF-26 für 2026

Ferrari hat den SF-26 für die Formel-1-Saison 2026 präsentiert - Die Scuderia wartet in der Königsklasse mittlerweile seit 18 Jahren auf einen weiteren WM-Titel

Ferrari zeigt aktive Aerodynamik

Aktive Aero - Fans kritisch: "Billiges Gimmick"

In einem Video können sich Formel-1-Fans die aktive Aerodynamik am Ferrari SF-26 in Aktion anschauen - Nicht alle sind von der neuen Technik begeistert