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Formel 1: News

Offiziell: Sainz fährt ab 2018 für Renault

Renault F1 hat bestätigt, dass Carlos Sainz ab der Saison 2018 Teamkollege von Nico Hülkenberg wird - Jolyon Palmer darf Saison zu Ende fahren.

Nico Hülkenberg kann sich für die Formel-1-Saison 2018 auf einen neuen Teamkollegen einstellen: Carlos Sainz wird von Toro Rosso ans Renault-F1-Team verliehen. Das wurde heute in Singapur bekannt gegeben. Es ist ein weiterer Dominostein, der in dem großen Stühlerücken zwischen dem Red-Bull-Imperium, Renault, McLaren und Honda gefallen ist. Gleichzeitig wird Jolyon Palmer sein Cockpit nach der Formel-1-Saison 2017 räumen müssen, darf diese aber zu Ende fahren.

Sainz wird Red Bull mitnichten verlassen, sondern lediglich vorübergehend ausgelagert. Er bleibt also Teil der Red-Bull-Familie. Das stellt Christian Horner bei 'Sky' klar: "Unsere Fahrer sind nicht verfügbar. Sie können verliehen werden, aber nicht weggelotst. Carlos Sainz wird weiterhin Teil der Red-Bull-Familie sein."

Sainz wurde jahrelang von Red Bull gefördert und ist seit 2015 in der Formel 1. Er fuhr seitdem für das Toro-Rosso-Team, die Red-Bull-Juniorschule. Im ersten Jahr musste er sich gegen Supertalent Max Verstappen behaupten und unterlag im teaminternen Duell mit 18:49 Punkten. Grund dafür waren vor allem zahlreiche technisch bedingte Ausfälle. Die Beziehung zu Red Bull verschlechterte sich im Frühling 2016, als das Mutterteam anstelle des glücklosen Daniil Kwjat Verstappen und nicht Sainz beförderte.

Sainz und sein Vater, Rallyefahrer Carlos Sainz sen., fühlten mit zunehmender Zeit eine Stagnation der Karriere des heute 23-Jährigen. Um einem Schicksal wie Sebastien Buemi, Jaime Alguersuari, Jean-Eric Vergne und Co. vorzubeugen, streckten sie bereits im Winter 2016/17 ihre Fühler nach Enstone aus, für die Sainz klarer Wunschkandidat ist. Doch Red Bull blockierte einen Wechsel des jungen Spaniers - man wollte ihn unbedingt halten. Erst in jüngster Zeit sind Sainz und Red Bull sich wieder näher gekommen.

Nun kann der Spanier im Zuge des Motorenhandels zwischen McLaren und Toro Rosso doch wechseln, wenn auch nur vorübergehend: Red Bull verleiht ihn für ein Jahr nach Enstone, um im Gegenzug die Renault-Motoren gegen Honda-Aggregate einzutauschen. In der Formel-1-Saison 2018 wird Toro Rosso neues Honda-Team mit einer Perspektive für Red Bull ab 2019, McLaren erhält dafür Renault-Motoren. Die Ehe zwischen den Briten und den Japanern ist nach fast drei völlig erfolglosen gemeinsamen Jahren am Ende.

Neben Sainz verlässt noch ein weiteres Red-Bull-Mitglied die Bullenfamilie in Richtung Enstone: Aerodynamik-Chef Pete Machin wurde bereits im Sommer aus Milton Keynes weggelotst. "Die neue Struktur wird erst 2018 Erfolge abwerfen", sagt Cyril Abiteboul gegenüber 'Auto Motor und Sport'. "Es ist wichtig, dass wir für die Zukunft die richtigen Weichen stellen und uns nicht zu sehr von der Gegenwart ablenken lassen. Trotzdem wollen wir Resultate abliefern, um zu zeigen, dass wir uns auf dem richtigen Weg befinden."

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