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Formel 1: News

Porsche-Manager bestätigt Interesse

Das Interesse von Porsche an einer Formel-1-Rückkehr als Motorenlieferant wird konkreter; Finanzvorstand-Treffen mit Liberty Media.

Porsche hat sein mögliches Interesse an einer Rückkehr in die Formel-1-WM als Motorhersteller unter dem neuen Reglement ab 2021 bekräftigt. Finanzvorstand Lutz Meschke nahm am Grand-Prix-Wochenende 2017 in Monza an einem Treffen mit Formel-1-Sportchef Ross Brawn sowie weiteren hochrangigen Vertretern der Serie teil.

Die Tür zur Formel-1-WM öffnet sich durch die Beendigung des LMP1-Engagements von Porsche mit Ende der laufenden Saison der Langstrecken-WM. Dort feierte das Werksteam seit seinem Comeback im Jahre 2014 unzählige sportliche Erfolge, allerdings soll der Marketing- und PR-Gegenwert überschaubar geblieben sein. Zudem wird man im Unterschied zur Formel-1-WM nicht an den Vermarktungserlösen der Serie beteiligt; auch Sponsorengelder fließen in vergleichsweise geringem Maße.

Während das Engagement in der GTE-Pro-Klasse der Langstrecken-WM mit dem 911 RSR fortgesetzt wird, könnte ein zusätzliches Projekt in der Formel-1-WM gestartet werden, das zunächst lediglich die Rolle als Motorenpartner eines oder mehrerer Teams umfassen würde. Porsche-LMP1-Teamchef Andreas Seidl hat zuletzt an Beratungen zum neuen Antriebsreglement der Formel 1 teilgenommen.

"Die Formel 1 könnte für uns der richtige Platz sein", bestätigte Porsche-Finanzvorstand Meschke. Man sei mit der bisherigen Marschroute bezüglich des künftigen Antriebsreglements zufrieden. Die Aggregate der Formel-1-WM sollen ab 2021 unkomplizierter und gleichzeitig kostengünstiger werden. "Ich denke, wir sind in guten Gesprächen bezüglich der neuen Motoren", sagte Meschke.

"Die Formel 1 ist immer etwas, über das man nachdenken sollte", meinte der 51jährige Vorstand, der bei Porsche neben dem Thema Finanzen auch den IT-Bereich verantwortet. Die Deutschen sehen derzeit einen Werkseinsatz mit einem eigenen Rennstall nicht als Option, sondern bevorzugen das aktuelle McLaren-Honda-Modell mit einem Team als werksunterstützten Partner.

Über entsprechende Partnerteams wird derzeit bereits intensiv spekuliert. Der Name Williams fällt in diesem Zusammenhang mindestens ebenso oft wie Red Bull Racing. Der österreichische Getränkehersteller hat seit vielen Jahren eine enge Bindung zu den Marken des Volkswagen-Konzerns, unter anderem als langjähriger Sponsor von Audi in der DTM, Seat in der Tourenwagen-WM oder VW in der Rallye-WM.

"Wir bauen eine Plattform und ein Umfeld auf, das mehr Antriebshersteller, mehr Marken und mehr Teams in den Sport locken soll. Es soll auch eine reizvolle wirtschaftliche Option sein", sagte Formel-1-Wirtschaftschef Sean Bratches. "Für mich, der ich für Marketing und die Marke 'Formel 1' zuständig bin, wäre ein Engagement eines solch traditionsreichen Herstellers wie Porsche natürlich von besonders großem Wert."

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