MOTORSPORT

  • Motorline auf Facebook
  • Motorline auf Twitter
Formel 1: News

Marko: Zweifel über WM-Titel 2018

Der Red-Bull-Motorsportkonsulent ist der Meinung, dass es dieses Jahr die Motoren der Weg zum Sieg sind und Mercedes noch im Vorteil ist.

Dieses Jahr ist Red Bull endlich einmal ordentlich auf den Start der Wintertests vorbereitet, aber trotzdem zweifelt Red Bulls Motorsportkonsulent Helmut Marko an den Titelchancen seiner Truppe. "Ich glaube, wir sind nicht in der Situation, dass wir dieses Jahr schon um eine WM fahren können", sagt er gegenüber 'auto motor und sport'. Daher ist es seiner Ansicht nach kein großer Nachteil, sollten sich seine Piloten auf der Strecke Punkte wegnehmen, während Mercedes und Ferrari irgendwann voll auf Lewis Hamilton und Sebastian Vettel setzen könnten.

Die Konkurrenz habe zwar Vorteile mit einer klareren Rollenverteilung, sollte man sich im Titelkampf befinden, "aber wenn man zwei gleich starke Fahrer hat, dann pushen die sich zu Höchstleistungen. Und sie pushen auch die Techniker und das Chassis zu Höchstleistungen", argumentiert Marko. "Wenn du nur einen hast, der das wirklich am Limit bewegt, dann weißt du nie so genau, wo du stehst."

Doch was spricht dagegen, dass Red Bull dieses Jahr Mercedes und Ferrari die Show stehlen könnte? Marko verweist auf die Motorensituation. Die Renault-Antriebseinheit sollte 2018 zwar "standfest sein und mehr Leistung haben, und wir werden von Anfang mit einem wettbewerbsfähigen Chassis fahren, aber Mercedes macht einen neuen Motor. Die Frage ist, ob der Vorsprung dann nicht noch größer ist."

Immerhin sind die Signale, die aus der Renault-Antriebsfabrik in Viry kommen, positiv. "Sollte das Triebwerk das halten, was uns versprochen wird, dann sollten wir deutlich näher an Mercedes dran sein. Wir haben inzwischen auch einen Prüfstandslauf mit dem kompletten Auto durchgeführt. Das ist bis dato auch gut gegangen."

Außerdem wird Red Bull laut Marko mit einem aussortierten RB14 zu den Wintertests nach Barcelona reisen. Das habe auch damit zu tun, dass man erstmals seit langem wieder einen Shakedown in Großbritannien plane, anstatt wie in den vergangenen Jahren die ersten zwei Testtage zu nutzen, um die Funktionstests durchzuführen.

"Wir haben gesehen, dass wir in den vergangenen fünf Jahren immer erst in der zweiten Saisonhälfte in Schwung gekommen sind", erklärt Marko die Gründe. "Die Analyse hat ergeben, dass wir einfach zu spät fertiggeworden sind. Es bringt nichts, wenn du in 14 Tagen noch ein paar Hundertstel findest. Da ist es wichtiger, dass du gut vorbereitet in die Saison gehst."

Das hat auch Designguru Adrian Newey begriffen, dessen Aston-Martin-Sportwagenprojekt sich in der Endphase befindet und der sich beim Formel-1-Team nun wieder deutlich mehr einbringt. "Er hat gesehen, dass wir Mercedes erstmals aus eigener Kraft schlagen konnten und vom Chassis vieles möglich ist. Und dass man vorne mitfahren kann, wenn der Motor halbwegs Leistung hat", erklärt Marko. Das habe beim Briten für "Enthusiasmus und Begeisterung", gesorgt.

Ähnliche Themen:

News aus anderen Motorline-Channels:

Weitere Artikel:

"Vorfreude umso größer"

Habsburg fährt auch 2026 für Alpine

Während Mick Schumacher die WEC und Alpine in Richtung IndyCar verlassen hat, bleibt Ferdinand Habsburg für drittes Jahr im französischen Werksteam an Bord

Ducati hat die Karten auf den Tisch gelegt: Beim offiziellen Launch präsentierte sich das Werksteam für die MotoGP-Saison 2026 selbstbewusst und ambitioniert

Pizzonia: Habe Sohn verteidigt

Ehemaliger Williams-Pilot in den USA verhaftet

Antonio Pizzonia wurde am Wochenende in Texas verhaftet - Der ehemalige Formel-1-Pilot wollte laut eigener Aussage seinen Sohn vor einem anderen Mann verteidigen