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Formel 1: Launch

"So extrem wie möglich§

Ferrari hat in Maranello das neue Formel-1-Auto für 2019 vorgestellt, mit dem Sebastian Vettel den ersten WM-Titel seit der Saison 2008 holen soll

Foto: Ferrari

Das Ferrari-Team hat am Freitag sein neues Auto für die Formel-1-Saison 2019 vorgestellt. Bei der Präsentation, zeigte die Scuderia den SF90, mit dem erstmals seit 2007 (Kimi Räikkönen) beziehungsweise 2008 (Konstrukteurs-WM) ein Titel nach Maranello geholt werden soll.

Das Auto ist wie erwartet vorwiegend rot lackiert, nur die Mission-Winnow-Aufkleber sind nun in Grau und nicht mehr in Weiß gehalten. Die Aerodynamik erinnert auf den ersten Blick an das Vorjahresauto, was der neue Teamchef Mattia Binotto auch bestätigt: "Dieses Auto ist eine Weiterentwicklung des Vorjahresautos, keine Revolution, aber wir haben und die Latte wieder etwas höher gelegt und versucht, so extrem wie möglich zu sein."

Ferrari setzt weiterhin auf seinen Trick mit den vorgelagerten Flügeln vor den Seitenkästen, im Heck fällt ein T-Flügel auf sowie die vertikal über dem Hauptrohr angebrachten Wastegate-Rohre, die auch bei den Ferrari-Kunden Haas und Alfa Romeo sichtbar wurden. Die Frontflügel-Flaps sind ähnlich wie beim Alfa Romeo nach außen abfallend designt, um die Luft an den Vorderrädern vorbeizuleiten, sie sind allerdings mit der Endplatte verbunden

Wenn man sich das Auto im Detail anschaut, dann wird auffallen, dass wir wirklich hart gepusht haben und innovativ sein wollten", deutet Binotto an, dass der SF90 noch Geheimnisse birgt. Die Airbox, deren Form an den 2016er-Ferrari erinnert, "ist sehr schmal ausgefallen, was auch für die Verkleidung im Heck gilt. Das hat sehr viel mit dem zu tun, was man nicht sehen kann, aber wir haben uns sehr um einen optimalen E

Die Typenbezeichnung SF90 ist übrigens inspiriert durch das 90-jährige Firmenjubiläum. Enzo Ferrari hatte die heute legendäre Marke im Jahr 1929 gegründet. Im Vorjahr hatte der Formel-1-Ferrari noch SF70H geheißen. Sebastian Vettel gelangen mit dem roten Renner immerhin fünf Saisonsiege.

Große Änderungen hinter den Kulissen
Um das 2019 noch zu steigern und endlich wieder Weltmeister zu werden, wurden hinter den Kulissen neben einem erhöhten Jahresbudget einige Veränderungen in die Wege geleitet. Allen voran auf der Führungsebene. Nach dem Tod von Sergio Marchionne im Sommer 2018 hielt sich Teamchef Maurizio Arrivabene noch ein paar Monate im Amt. Anfang Januar wurde er aber durch den bisherigen Technischen Direktor Binotto abgelöst.

Vettel ist überzeugt, dass die richtigen Entscheidungen getroffen wurden: "Ich freue mich auf dieses Jahr. Leider bin ich nicht entsprechend angezogen, um gleich einsteigen und fahren zu können. Das Team ist auf dem richtigen Weg, und hoffentlich können wir uns weiter verbessern."

Binotto spricht von bester Fahrerpaarung der Formel 1
Auch wenn nicht alles so neu sei, wie es scheint: "Mattia ist schon länger Teil des Teams als die meisten hier, das kann eigentlich nur Piero toppen", verweist er auf Enzo Ferraris Sohn. "Ich habe mit Mattia schon in den vergangenen fünf Jahren zusammengearbeitet. Das wird jetzt eine neue Form der Zusammenarbeit."

Auch im Cockpit gibt es neue Kräfte. Kimi Räikkönens Vertrag wurde nicht verlängert, wodurch er zum Kundenteam Alfa Romeo wechselte. Stattdessen wurde Nachwuchstalent Charles Leclerc an Vettels Seite gestellt. Dem erst 21-jährigen Monegassen trauen viele Experten zu, von Anfang an voll konkurrenzfähig zu sein. "Wir haben eine Fahrerpaarung, von der man nur träumen kann", stellt sich Binotto hinter sein neues Duo. Und spart nicht mit Komplimenten: "Das sind die besten Fahrer der Formel 1."

Doch wie geht der 21-jährige Leclerc mit seiner Beförderung um? "Ich freue mich extrem auf dieses neue Abenteuer", sagt er mit leuchtenden Augen. "Das ist die Erfüllung eines Kindheitstraum, denn ich wollte schon immer in diesem roten Auto sitzen. Das ist also ein sehr emotionaler und stolzer Tag für mich."

Ob es ihn nervös mache, gleich in seiner zweiten Formel-1-Saison gegen den viermaligen Weltmeister Vettel bestehen zu müssen? "Nicht nervös", antwortet er. "Das ist eher eine Gelegenheit für mich, von Sebastian zu lernen."

Außerdem gab es bei der Präsentation in Maranello eine Premiere aus deutscher Sicht: Pascal Wehrlein, kürzlich offiziell als Simulatorfahrer bestätigt, hatte seinen ersten Auftritt bei der Scuderia. Zudem war auch Mick Schumacher, der nun Teil des Ferrari-Nachwuchsprogramms ist und 2019 in der Formel 2 an den Start gehen wird, bei der Präsentation vor Ort.

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