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Formel 1: Interview

Renault: Prost gelobt massive Besserung

Fünf Jahre nach Einführung der Turbohybride verspricht Alain Prost, dass Renault zu den Aggregaten der Konkurrenz aufschließen wird.

Renault hat 2019 ein echtes Problem mit der Zuverlässigkeit: Von sechs möglichen Zielankünften konnte das Werksteam gerade einmal zwei bewerkstelligen; hinzu kamen zwei weitere technisch bedingte Ausfälle von Carlos Sainz junior beim Kundenteam McLaren. Vor allem der Bremsenergiegenerator MGU-K macht dem Hersteller schon seit den Barcelona-Testfahrten immer wieder zu schaffen.

"Wir wissen, dass wir derzeit ziemlich nah am Limit sind", sagte Berater und Markenbotschafter Alain Prost gegenüber Sky Sports F1. Der Franzose begründete dies aber mit sehr großen Verbesserungen bei der Leistung: "Zuverlässigkeitsprobleme sind da manchmal unvermeidbar. Es ist Teil des Spiels. Das müssen wir akzeptieren."

Renault gilt in Sachen Motor hinter Ferrari und Mercedes derzeit maximal als dritte Kraft in der Formel-1-WM; selbst Honda könnte schon vorbeigezogen sein, doch die Franzosen arbeiten weiter an einer Verbesserung der Leistung und sollen laut Prost auf einem guten Weg sein: "Wir werden wieder einer der besten Motoren", versprach er mehr als fünf Jahre nach Einführung des aktuellen Reglements.

Mit Nico Hülkenberg und Daniel Ricciardo hat der Rennstall eine der vermeintlich meistversprechenden Fahrerpaarungen, doch der Australier hat als Teamneuling noch mit Anlaufschwierigkeiten zu kämpfen. Für Prost ist das jedoch normal: "Es ist unvermeidbar, dass solche Dinge auftauchen – das habe ich ihm auch gesagt. Es wird noch ein, zwei Rennen dauern, bis er bei 100 Prozent ist." Derzeit werde Renault ihm zufolge unterschätzt: "Niemand spricht darüber, aber wir haben die Daten. Wir machen es Schritt für Schritt und werden es schaffen."

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