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Formel 1: China-GP sicher nicht im April

China-Grand Prix sicher nicht im April

Die Formel 1 wird den Großen Preis von China 2020 in Schanghai nicht am 19. April austragen, wie offiziell verkündet wurde - Suche nach Ersatztermin läuft...

Foto: LAT

Was sich lange angedeutet hatte, ist nun offiziell: Die Formel 1 verzichtet auf eine Austragung des Großen Preises von China am 19. April und hat das Rennen in Schanghai auf unbestimmte Zeit verschoben. Damit reagiert man auf die Ausbreitung des Coronavirus, dem alleine in China bereits mehr als 1.100 Menschen zum Opfer gefallen sind.

Offiziell hat der Veranstalter, die Juss Sports Group, in Absprache mit dem Chinesischen Automobilverband und der Chinesischen Sportbehörde um eine Verlegung des Rennens gebeten - die Formel 1 hat dieser Anfrage zusammen mit der FIA zugestimmt.

Ob und wann das Rennen nachgeholt werden kann, steht aktuell noch in den Sternen. "Man kennt den Zeitplan (der Coronavirus-Welle; Anm. d. Red.) nicht, von daher ist es schwierig zu sagen, welcher Zeitpunkt funktioniert", sagt Formel-1-Boss Chase Carey. "Sobald wir mehr wissen, werden wir mit unseren chinesischen Partnern zusammenarbeiten, um zu schauen, welche Möglichkeiten existieren."

Ganz verzichten würde die Formel 1 auf das Rennen auf dem Shanghai International Circuit nur ungerne, allerdings ist der Kalender mit 21 anderen Rennen schon voll. Und weil sich die Teams gegen Triple-Header ausgesprochen haben, bleibt theoretisch nur eine Verlegung des Rennens an das Saisonende - möglicherweise inklusive einer Verschiebung des Abu-Dhabi-Rennens auf Mitte Dezember.

Das Formel-1-Rennen in Schanghai rund 800 Kilometer vom Epizentrum Wuhan entfernt ist nicht der erste Sportevent, der dem Virus zum Opfer fällt. Auch die Formel E hat ihr Rennen im März bereits abgesagt, dazu wurden Events wie die Chinesische Fußball-Liga, die Leichtathletik-Weltmeisterschaft oder die China Open im Snooker gestrichen, um eine Ausbreitung des Virus zu verhindern.

Die Weltgesundheitsorganisation WHO hatte vor einiger Zeit bereits den Notstand ausgerufen. Bisher gibt es mehr als 44.000 bestätigte Coronafälle mit mehr als 1.100 Toten. Laut einer Studie könnte jeder fünfte Betroffene im Epizentrum des Virus an der Krankheit versterben.

© Motorsport-Total.com

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