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Launch Aston Martin AMR21: Mit diesem Auto will Vettel aufs Podium!

Die Präsentation von Aston Martin für die Formel-1-Saison 2021: Wann das Team WM-reif sein will, was sich Sebastian Vettel vornimmt und warum nicht mehr pink ist

Aston Martin hat am Mittwoch seinen neuen AMR21 für die Formel-1-Saison 2021 präsentiert und gleichzeitig ehrgeizige Ziele für die kurz- und mittelfristige Zukunft formuliert. In "drei bis fünf Jahren", heißt es vom britischen Rennstall, wolle man dazu in der Lage sein, sogar um die Weltmeisterschaft mitzufahren.

Das ist Musik in den Ohren von Neuzugang Sebastian Vettel, der sich im British Racing Green seines neuen Arbeitgebers bereits sichtlich wohlfühlt. "Ich würde sagen, dass unser Auto bis jetzt das schönste ist! Es sieht auf jeden Fall gut aus", sagt der viermalige Weltmeister über den AMR21, der in einem dunklen Metallic-Grün mit rosaroten Streifen daherkommt.

Die Präsentation am Aston-Martin-Standort in Gaydon stand unter dem Motto "nicht kleckern, sondern klotzen"! Im Rahmen des pompösen Events wurden Grußbotschaften von "James Bond" Daniel Craig und NFL-Superstar Tom Brady eingespielt, die Moderation übernahm "Bond-Girl" Gemma Arterton. So prunkvoll hat 2021 noch kein anderes Team gelauncht.

Die Technik

Technisch ist der Aston Martin eine konsequente Weiterentwicklung des Racing Point aus der Saison 2020, der seinerseits wiederum als "rosa Mercedes" verspottet wurde - wegen offensichtlicher Ähnlichkeiten mit dem 2019er-Werks-Silberpfeil von Motorenpartner Mercedes.

Von der 2020 eingeschlagenen technischen Grundlage hat sich Aston Martin unter neuem Namen nicht entfernt, und auch im Heck steckt weiterhin Mercedes-Power. Gute Nachrichten für Vettel, der 2020 bei Ferrari antriebsseitig mit stumpfen Waffen kämpfen musste.

Auf die Frage, wie sehr er sich nach Ferrari auf den Mercedes-Motor freue, entgegnet der 33-Jährige grinsend: "Gute Frage. Nächste Frage!" Nur um dann doch zu antworten: "Was die Leistung angeht, hat man in den letzten Jahren eigentlich nur Gutes gehört."

Die Ziele

Mit Vettel, Mercedes-Antrieb und einer verbesserten finanziellen Situation durch die Übernahme von Investor Lawrence Stroll und seinen Geschäftspartnern gehört Aston Martin zu jenen Teams, denen in den nächsten Jahren ein Aufstieg in der Rangordnung der Formel 1 zugetraut wird.

Nicht zuletzt durch die neuen Investoren konnte bereits vergangenes Jahr eine Modernisierung und Erweiterung der Fabrik in Silverstone begonnen werden. "Gegen Ende 2022", verrät Teamchef Otmar Szafnauer, "sollten wir einziehen." Bis das wirklich Früchte trägt, werden "noch ein paar Jahre" vergehen, sagt er - unterstreicht aber auch: Am Ende des Prozesses soll Aston Martin siegfähig sein.

"Wenn ich versuchen soll, in die Zukunft zu schauen, würde ich sagen: in drei bis fünf Jahren", präzisiert Szafnauer. Und Stroll sen. ist kein Mann von Zurückhaltung, wenn er sagt: "Wir sind hier, um Weltmeister zu werden!"

Alles sehr zum Wohlgefallen von Vettel, der seinerseits schon für 2021 ein ambitioniertes Ziel formuliert: "Letztes Jahr ist das Team auf Platz vier gelandet. Ich glaube, der dritte Platz war drin - und das ist das Ziel, dass man die Top 3 in der Konstrukteurswertung anstrebt."

Die Farbe

British Racing Green ist eine klassische Farbe, die Aston Martin in den nächsten Jahren auch für das Marketing der Straßensportwagen etablieren möchte. Das Pink auf dem Frontflügel und entlang der Seitenflanken ist ein Zugeständnis an den österreichischen Sponsor BWT, bisher Titelsponsor beim Vorgängerteam Racing Point.

Als klar war, dass Aston Martin mit dem US-IT-Riesen Cognizant einen neuen Titelsponsor gefunden hatte, standen die Zeichen mit BWT zunächst auf Abschied. Das österreichische Unternehmen verhandelte mit Williams, auch mit dem Haas-Team von Mick Schumacher gab es Kontakt.

In letzter Minute kam es dann aber doch zu einer Einigung. Laut Informationen von 'Motorsport-Total.com', weil Williams in Sachen Branding nicht das bieten konnte oder wollte, was sich BWT gewünscht hätte - und weil die Attraktivität der Marke Aston Martin letztendlich Grund genug war, vom bisherigen Wunsch, weite Teile des Autos in Pink zu lackieren, notgedrungen abzurücken.

Die Fahrer

Vettels Teamkollege bei Aston Martin wird Lance Stroll, der Sohn von Teameigentümer Lawrence Stroll. Der 22-jährige Kanadier (ein ehemaliger Ferrari-Junior) bestreitet 2021 seine fünfte Saison in der Formel 1 und seine dritte beim Team aus Silverstone.

2020 verlor Stroll das Duell gegen seinen Teamkollegen Sergio Perez mit 75:125 Punkten, stand aber zweimal auf dem Podium und eroberte in Istanbul seine erste Pole-Position.

Vettel war 2020 mit nur 33 Punkten WM-13. Doch bei seinem neuen Team ist man von seinem Können überzeugt. Vettel befinde sich sogar "auf dem Höhepunkt seiner Karriere", sagt Technikchef Andrew Green euphorisch - und ergänzt: "Wenn wir nicht das Beste aus ihm herausholen können, dann ist es unserer Fehler, nicht seiner."

Die Geschichte

Aston Martin war bereits 1959 und 1960 in der Formel 1 engagiert, mit legendären Fahrern wie Carroll Shelby, Roy Salvadori oder Maurice Trintignant. Podestplätze oder gar Siege hat der Sportwagenhersteller aber noch keine zu Buche stehen.

Das heutige Formel-1-Team wurde einst von Eddie Jordan gegründet und ist seit 1991 in der Königsklasse engagiert. Nach Jordans Verkauf trat der Rennstall auch als Midland (MF1), Spyker, Force India und zuletzt Racing Point an.

Motorsport-Total.com

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